Internet-Tagebuch eines Werderfans

Meine Saison mit dem SVW



Teufelskerle 2

Gepostet am 26. August 2010 von Tobias (Meine Saison)

Champions League, Qualifikation, Rückspiel: UC Sampdoria – Werder Bremen 3:2 n.V.

Werder steht in der Champions League. Warum? Weil Werder Werder ist. Ein Spiel zum alle Haare einzeln rausreißen. Rausgerissen hat sich am Ende auch Werder. Am eigenen Schopf.

Dennoch war am Dienstag mehr als nur ein Haar in der Bremer Champions League Suppe zu finden. Werder spielte eine erste Halbzeit, die man eigentlich gegen keinen Gegner spielen darf, wenn man Profifußball betreibt. Es lief nichts, aber auch wirklich gar nichts zusammen. Kein vernünftiges Aufbauspiel aus dem Zentrum, kein Kombinationsspiel, keine gelungenen Soloaktionen von Marin auf der linken Seite, von Borowski sowieso nicht und erst recht keine Torgefahr von den Stürmern. Dazu nahm sich die Viererkette kollektive Auszeiten, in denen sie ihren Gegenspielern völlig planlos hinterherlief. Nach fünf engagiert geführten Minuten von Werder brach das fragile System in sich zusammen und brauchte eine gute Stunde, um wieder einigermaßen funktionstüchtig zu werden.

Werders 4-2-3-1 zog seine Stärken in der Offensive aus dem Wechselspiel zwischen Hunt, Özil und Marin, die trotz unterschiedlicher Anlagen doch alle variabel in der Mitte und auf den Flügeln agieren können. Mit Marin, Pizarro und Borowski hatte man drei völlig unterschiedliche Spielertypen, die die Positionen relativ statisch hielten und lange Zeit ihr eigenes Süppchen kochten. Wagner war alleine im Sturmzentrum überfordert, was man ihm kaum vorwerfen mag. Auch in der zweiten Halbzeit, als Werder sich peu a peu gegen ein passives Sampdoria zurück ins Spiel arbeitete, war das Fehlen einer ordnenden Hand deutlich erkennbar. Mit Arnautovics Einwechslung bekam Werders Offensivspiel mehr Gleichgewicht. Er hat zum ersten Mal richtig gezeigt, was für ein guter Fußballer er ist. Wenn Werder es schafft ihn richtig ins Team zu integrieren, dann wird er ein herausragender Spieler. Da sich auch Marin auf der anderen Seite nach einer unsäglichen ersten Halbzeit steigerte, kam Werder häufiger in die Angriffszone, ohne sich jedoch viele Torchancen herauszuspielen.

Sampdoria zeigte auf der anderen Seite, dass sie aus dem Hinspiel gelernt hatten. Das statische 4-4-2 wurde durch einige geschickte Rotationen aufgewertet, mit denen sich Werder lange nicht zurecht fand. Der linke Mittelfeldmann Guberti – neu im Team für den Flügelspieler Mannini – zog häufig in die Mitte, während sich Cassano nach außen fallen ließ. Clemens Fritz kam damit in der Anfangsphase überhaupt nicht zurecht und ohne den Platz (und die Zeit) aus dem Hinspiel hatten Frings und Bargfrede vor der Abwehr große Probleme beim Spielaufbau. Auf Sampdorias rechter Seite spielte Semioli einen wesentlich konservativeren Part auf der Außenbahn und wurde von Stankevicius häufig unterstützt. Bevor Werder sich so richtig auf Sampdorias System eingestellt hatte, stand es schon 2:0 für die Gastgeber. Pazzini ist ein wirklich sehr geschickter Strafraumstürmer, der nur schwer in den Griff zu bekommen ist. Dennoch ist die Lufthoheit des 180 cm Manns nur durch unzureichendes Stellungsspiel und Timing der Bremer Verteidiger zu erklären. Beim ersten Gegentor zögert auch Wiese zu lange. Die Flanke war sehr lange in der Luft, die hätte er abfangen können. Beim zweiten Gegentor hatte sich auch Clemens Fritz dann endgültig an das Niveau der restlichen Abwehr angepasst. Pazzini läuft ihm bei einem Freistoß im Rücken weg und darf im Strafraum mit dem Fuß zum Ball. Ein wirklich schöner Schuss, den man auf diesem Niveau aber niemals zulassen darf.

Werder verdiente sich die Verlängerung am Ende durch eine gute Schlussphase gegen deutlich nachlassende Italiener. Zumindest von der Einstellung her funktioniert die Mannschaft. Das 3:0 fünf Minuten vor dem Ende hätten viele Teams als endgültigen Knock-Out hingenommen. Werder bewies wie schon so oft in der letzten Saison große Moral und kam noch zum 1:3. Sampdoria kam nach Rosenbergs Tor nicht mehr zurück auf die Beine. In der Verlängerung dominierte Werder das Spiel um den nun überragenden Marin fast nach Belieben. Daher ist das Ergebnis nach insgesamt 210 Minuten gerecht, auch wenn man in Genua mit dem eigenen Schicksal hadern wird. Werder stolpert also in die Gruppenphase, fällt aber nicht. Vielleicht ist diese Erkenntnis für das Team ebenso wichtig, wie die erneut deutlich aufgezeigten Schwachpunkte.

Gegen Köln kann man sich nach dieser Partie fast alles vorstellen, von einer Fortsetzung des Hoffenheim-Debakels bis zu einem Schützenfest für Grün-Weiß. Werder scheint im Spätsommer 2010 noch in einer frühen Entwicklungsphase. Wohin die Reise geht? Die Achterbahnfahrt hat wohl gerade erst begonnen.

32. Spieltag: Hools vor der Haustür 1

Gepostet am 25. April 2010 von Tobias (Meine Saison)

Werder Bremen – 1. FC Köln 1:0

Sieg in der letzten Minute durch einen Elfmeter. Da kommen Erinnerungen an 2004 hoch. Kapitän Torsten Frings spielte dabei die Rolle, die damals Ailton und Valerien Ismael spielten. Mit der nervlichen Belastung hat er offensichtlich keine Probleme. Das darf und sollte man von seinem Kapitän auch erwarten, ist aber dennoch schön zu sehen.

Es gibt ja so Spiele, da redet man sich hinterher alles schön, weil man gewonnen hat. Die Leistung gegen Köln sollte man differenziert betrachten. In der ersten Hälfte hatte Werder große Probleme damit, das Spiel in der Kölner Hälfte zu halten. Vergleichsweise schwache 50 % Ballbesitz in den ersten 45 Minuten sprechen nicht gerade für Kontrolle am Ball. Die Kölner ließen sich nicht zurückdrängen und störten Werders Spiel früher, als ich erwartet hatte. Vor allem über die linke Seite liefen viele der Kölner Angriffe. Fritz hatte wiederholt Probleme mit Podolski und auch sonst einen gebrauchten Tag erwischt. So defensiv habe ich ihn in einem Heimspiel gegen einen – mit Verlaub – spielerisch unterlegenen Gegner noch nie gesehen. Auf seiner Seite hatte er auch keinen festen Partner vor ihm. Marin wechselte immer wieder die Seite, Hunt hielt auf der linken Seite relativ statisch die Position und auch Özil orientierte sich mehr nach links als nach rechts. Die Folge dieser asymmetrischen Raumaufteilung konnte man nach dem Spiel auch in der Statistik ablesen: 38 % der Angriffe über die linke und nur 28 % über die rechte Seite. Zumindest Zoran Tosic hatte dadurch einen schweren Stand auf seiner rechten Seite und konnte nur wenige Akzente im Kölner Offensivspiel setzen. Die größte Chance hatte Lukas Podolski kurz vor der Pause, als er von Novakovic wunderbar bedient wurde und mit seinem schwachen rechten Fuß ziemlich kläglich das Tor verfehlte. Werder hatte auf der anderen Seite auch ein paar aussichtsreiche Möglichkeiten. Die Kombinationen im Mittelfeld waren aber selten wirklich zwingend und es wirkte weitgehend so, als ob dort jeder sein eigenes Süppchen kocht.

In der Pause reagierte Schaaf und brachte mit Hugo Almeida einen zweiten Stürmer. Der zusätzliche Fixpunkt im Offensivspiel machte sich in der Ausrichtung der Kölner bemerkbar, die nun nicht mehr den Mut hatten, die Bremer schon hoch zu attackieren, sondern stattdessen vor dem eigenen Strafraum die Räume eng machten, um dann auf etwaige Fehler der Bremer zu warten. Werder nutzte das in der Folge gut aus, drängte nach vorne und brachte immer wieder die beiden Stürmer ins Spiel. So kam man erneut zu einigen Chancen, doch das erlösende 1:0 wollte nicht fallen. Auf der anderen Seite hatte man Glück, dass Novakovic nur die Latte traf, doch ansonsten tat Köln wenig, das ihnen einen Sieg hätte bringen können. Selbst als zuerst Naldo und später auch Mertesacker ihr Arbeitsgebiet fast ausschließlich in den Kölner Strafraum verlegten, konnten die Kölner den Raum nicht nutzen. Alles fokussierte sich auf die 25 Meter vor dem Kölner Tor. Frings gab nun eine Art Libero und die Bälle wurden immer wieder hoch in den Strafraum geschlagen. Dort gab es trotz Bremer Lufthoheit wenig Platz. Werder suchte nun bei jeder Gelegenheit den Abschluss, doch immer wieder war ein Bein eines Kölner Abwehspielers oder Schlussmann Kessler im Weg. In der Nachspielzeit verpasste Geromel auf der Torlinie einen Kopfball Mertesackers mit dem Kopf und riss in letzter Sekunde die Hand hoch. Klare Sache: Elfmeter und rote Karte. Den Rest machte Frings.

Nun kann man sagen: Glücklich, in der letzten Minute einen Elfmeter zu bekommen. Sicher, doch der Elfmeter war direkte Folge einer guten Torchance. Mertesackers Kopfball wäre wohl auch so ins Tor gegangen (auf Geromels Timing beim Klärungsversuch möchte ich hier lieber nicht eingehen). Und es ist eben kein Zufall mehr, dass Werder so viele Tore in den letzten Minuten des Spiels erzielt. Man erhöht konsequent das Risiko, schickt die Innenverteidiger mit nach vorne und setzt auf hohe Bälle. Ob diese von einer langen Flanke oder einer Standardsituation kommen, ist dabei nebensächlich. Sieht man sich Werders Gegentore an, könnte sich jedoch langsam fragen, ob man nicht gleich von Anfang an so spielen sollte. Sonderlich schön ist das nicht, aber immer noch besser, als in der Nachspielzeit noch immer die Bälle ins Tor tragen zu wollen, wie ein gewisser Verein aus dem Norden Londons. Von daher: Schön? Nein! Glücklich? Ja! Unverdient? Nein! Tim Wiese musste im gesamten Spiel nicht einen Ball halten.

Wie so häufig beim Duell der beiden Mannschaften kam es außerhalb des Stadions zu ein paar Ausschreitungen. Bereits vor Anpfiff hatten sich Hooligans der beiden Vereine in der Bremer Neustadt versammelt, um sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen. So weit, so schlecht. Nach dem Spiel kam es erneut zu “Auseinandersetzungen” – wie man es so schön nennt, wenn solche Idioten mit Eisenstangen, Fahrrädern und Verkehrsschildern aufeinander losgehen – zwischen den Hools. Für mich persönlich macht es das noch etwas schlimmer, wenn diese “Auseinandersetzungen” in der Straße stattfinden, in der ich mein Büro habe. Die Polizei hatte die Situation zum Glück schnell im Griff.

Hooligans wirken auf mich immer ein wenig, wie ein Relikt aus den 80er Jahren. Wie diese Modesünden, bei denen man jeden Tag betet, sie mögen nie wieder zurückkommen und dann innerlich zusammenzuckt, wenn man plötzlich 16-Jährige damit rumlaufen sieht. Im Gegensatz zu Modesünden können Hooligans aber nicht nur sinnbildlich, sondern ganz wörtlich blind machen. Deshalb zitiere ich heute US-Komiker Jon Stewart – wenn auch leider ohne Gospelchor – und sage: Hooligans, go fuck yourselves!

19. Spieltag: Konjunktiv 1

Gepostet am 27. January 2010 von Tobias (Meine Saison)

Werder Bremen – Bayern München 2:3

Niederlagen gegen die Bayern sind schon per Definition immer unglücklich und unverdient. Diesmal war es jedoch anders. Eine offensiv bärenstarke Mannschaft aus München fegte durch das Weserstadion, nahm die drei Punkte mit nach Hause und hinterher konnte niemand behaupten, dieser Sieg wäre nicht verdient gewesen. Werder stand von der dritten Minute an defensiv völlig neben der Spur und wurde vornehmlich über die Außenbahnen eiskalt ausgekontert.

Es muss sich wohl zu Louis van Gaal herumgesprochen haben, dass Werders Viererkette meist sehr hoch steht. So gut, wie die Bayern am Samstag, hat es aber selten ein Gegner verstanden, dies für sich auszunutzen. Robben ließ Neuzugang Abdennour auf der linken Abwehrseite trotz einer couragierten Defensivleistung ein ums andere Mal stehen und in der Mitte hatten Naldo und Mertesacker keinen sonderlich guten Tag erwischt. Lediglich Clemens Fritz hatte seine Seite fest im Griff, auch nachdem Franck Ribery eingewechselt wurde. Es fällt mir immer noch schwer zu beurteilen, ob Bayern wirklich so gut war, wie es mir während des Spiels vorkam, oder ob es doch eher an Werders Schwäche lag. Mit dem Juve-Spiel im Hinterkopf neige ich jedoch eher zur ersten Version. Das Bayernspiel wirkte brachial und manchmal ein wenig unkontrolliert, doch verfehlte seine Wirkung selten. Ich kann mich nicht erinnern, jemals so viele Überraschungsmomente im Spiel der Bayern gesehen zu haben. Vielleicht ging es auch den Spielern selbst so. Das würde jedenfalls die schlechte Chancenverwertung des Rekordmeisters erklären. Es schien fast so, als wären sie selber überrascht über die Einfachkeit, mit der sie durch Werders Hälfte kombinieren konnten.

Damit soll es aber genug sein der Lobhudelei. Defensiv stellten sich die Bayern nämlich nicht viel besser an als die Bremer. Deshalb fragt man sich schon so ein bisschen, was wohl möglich gewesen wäre, mit einem Pizarro in der Starelf, einem Mesut Özil, der wieder konstant so spielt, wie in den letzten 15 Minuten und einem, sagen wir, Sack Reis anstelle von Tim Borowski. Natürlich hätte es auch eine viel herbere Klatsche geben können, wenn nicht Aaron Hunt gleich die erste Bremer Chance mit einem strammen Linksschuss genutzt hätte. Natürlich hätte Bayern den Sack längst zumachen können, bevor Hugo Almeida das 2:2 auf eine Art erzielte, wie es nur wenige Spieler können. Natürlich hätte Werder das Spiel nach Tim Wieses missglücktem Tackling gut und gerne zu Zehnt beenden können. Doch – ich sag es immer wieder ungerne – wer wüsste besser, dass ein überlegen geführtes Spiel mit einer Vielzahl an Torchancen noch lange nicht den Sieg bedeuten muss, als ein leidgeprüfter Werderfan? Was wäre beispielsweise gewesen, wenn Schiedsrichter Kircher das Foul an Markus Rosenberg geahndet und Elfmeter für Werder gepfiffen hätte? Oder wenn er den Pass auf den sich in einer Abseitsposition befindenden Marko Marin kurz vor Schluss dem Fuß des Bayernverteidigers zugeordnet hätte? Werder hätte dieses Spiel mit 0:6 verlieren können, aber es hätte ebenso zu einem – sehr glücklichen – Unentschieden oder sogar einem Sieg reichen können. Verrückte Fußballwelt!

Es lässt sich schwer sagen, ob das Spiel für Werder ein Fortschritt war oder nicht. Die Mannschaft wirkte sehr unausgewogen. Während einige Spieler überzeugen konnten (Hunt, Fritz, Almeida, Özil in der Schlussphase) hatten andere einen wirklich schlechten Tag erwischt (Mertesacker, Naldo, Borowski, Özil in der ersten Halbzeit). Irgendwo dazwischen bewegte sich Torsten Frings, dessen Leistung sowohl seinen Befürwortern als auch seinen Gegnern genug Nährstoff zur Bestätigung ihrer jeweiligen Positionen lieferte. Was nimmt man aus diesem Spiel mit? Wer vier Spiele in Folge verliert, der muss erstmal kleine Fischbrötchen backen. Die personelle Situation ist nicht rosig, Schaaf mangelte es am Samstag in allen Mannschaftsteilen an Alternativen und Geld für Neuverpflichtungen scheint auch nicht da zu sein. Doch Werder wäre nicht Werder, wenn daraus nicht trotzdem noch etwas Gutes entstehen könnte. Es gibt noch zwei Pokalwettbewerbe und auch in der Liga ist der Zug zu den internationalen Plätzen noch nicht abgefahren. So langsam sollte man sich jedoch auf den Weg machen, wenn man noch aufspringen möchte. Drei Punkte aus Gladbach wären ein guter Anfang.

16. Spieltag: How Felix stole Christmas 7

Gepostet am 13. December 2009 von Tobias (Meine Saison)

Werder Bremen – Schalke 04 0:2

“Wissen Sie noch wie man ein Spiel verliert?” Diese Frage stellten die Sky-Reporter vor dem Spiel jedem Werderspieler, der nicht bei drei auf dem Baum war. 90 Minuten später kannten wir die Antwort: Ja, sie wissen es! Und wer dachte, nach vier Monaten ohne Niederlage wüsste man schon gar nicht mehr, wie es sich anfühlt zu verlieren, der wurde eines besseren belehrt. Das Gefühl ist nur all zu bekannt. Es kommt einem so vor, als sei es nie weg gewesen.

Viel ärgerlicher als das ist jedoch der Blick auf die Tabelle. Auf Platz 4 steht man dort, punktgleich mit dem nächsten Gegner HSV. Die vielen Unentschieden der letzten Wochen zeigen spätestens jetzt Wirkung: Nur zwei Punkte mehr als in der vergangenen Hinrunde hat Werder auf dem Konto. Bei einer Niederlage im Nordderby braucht man sich mit der Meisterschaft erstmal nicht mehr zu beschäftigen. Doch ich will nicht zu schwarz malen. Noch ist nicht viel verloren, der Rückstand dank Leverkusens Punktverlust in Berlin noch im Rahmen, und dass die Serie einmal reißen musste, war auch klar. Doch es ist kein Zufall, dass es gegen Schalke passierte.

Ausgerechnet Schalke, den viel zitierten “Lieblingsgegner” der Bremer, der gegen keine andere Mannschaft häufiger verloren hat. Seit dem Sieg beim berüchtigten Saisonauftakt im August 2004 konnte Werder jedoch nur noch einmal gegen Schalke gewinnen. Ansonsten gab es viele bittere Niederlagen und ein paar mehr oder weniger ärgerliche Unentschieden. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass die Schalker den Bremern nicht liegen. Allerdings hat das Schalke von vor fünf Jahren mit dem heutigen Schalke genau so wenig zu tun, wie das Werder von vor fünf Jahren mit dem heutigen Werder. Die Spielausrichtung en beider Mannschaften sind jedoch gleich geblieben. Und wenn jemand weiß, wie man sich das zu nutze macht, dann Felix Magath.

Das Schalker Spiel war eine konsequente Fortführung dessen, was die Kölner vor einer Woche erfolgreich probiert hatten. In der Vergangenheit reichte es gegen Werders Offensive oft aus, mit zwei Viererketten vor dem eigenen 16er auf die Angriffe zu warten und die Räume vor dem Tor eng zu machen. Möglichkeiten für Konterangriffe ergaben sich fast automatisch. In dieser Saison lässt Werder hinten weniger zu und kommt vorne selbst auf engstem Raum zu Torchancen, bzw. nutzt die Standards in Tornähe. Schalke ließ es (wie Köln letzte Woche) nicht dazu kommen. Sie setzten das Bremer Mittelfeld schon unter Druck bevor Özil, Hunt und Marin auf Reise geschickt werden konnten. Frings und Jensen bekamen das Spiel nicht in den Griff und so mussten die zuvor genannten den Ball schon früh im Spielaufbau fordern. Anstatt ihre Kombinationsfähigkeiten auszuspielen, versuchten sie es häufig mit Einzelaktionen, die an dieser Stelle fruchtlos waren. Vor dem Strafraum reicht es aus, zwei Spieler aussteigen zu lassen, um frei vor dem Tor zu stehen. Kurz nach der Mittellinie kommt dann eben der dritte Spieler dazu und klärt. Es war eher die Spielweise Diegos, der den Ball allerdings auch gegen vier Mann behaupten konnte.

Zur Pause konnte man also festhalten, dass die Schalker Taktik aufgegangen war. Trotzdem hatte Werder die besseren Torchancen: Jensens Schuss wurde per Kopf über Tor gelenkt, Almeida war am 5er zu überrascht und Boenischs Schuss eine gute Gelegenheit für Neuer sich auszuzeichnen. Schalkes Offensivspiel war wiederum zu unausgewogen. Rafinha und Farfan machten über die rechte Seite viel Betrieb, doch auf der anderen Seite fehlte das Gegenstück. So konnte Werders Viererkette Schalkes Angriffe eine Halbzeit lang problemlos stoppen, obwohl man ihnen im Mittelfeld zu viel Platz zum kombinieren ließ. Nach der Pause war es dann aber vorbei mit dem stoppen, doch auch hier lag der Fehler eher im Mittelfeld. Die Lücke zwischen Mertesacker und Naldo in der Mitte lässt sich bei einer Viererkette nicht vermeiden, genauso wenig, wie Kuranyis Lauf. Doch solche Pässe darf man einfach nicht zulassen. Holtby darf in diesem Bereich zwischen Mittelfeld und Abwehr nicht so viel Raum und Zeit haben, diesen einfachen, aber gut getimeten Pass zu spielen. Schalke ließ im gesamten Spiel keinen solchen Pass zu.

Danach entwickelte sich aus Bremer Sicht ein Trauerspiel. Schalke ging mit voller Wucht in die Zweikämpfe und Werder fand kein Mittel dagegen. Eigentlich hätte es nur zwei Möglichkeiten gegeben: Entweder mit voller Wucht dagegen halten (ja, das kann Werder, hat man in diesem Jahr auch schon mehrfach gezeigt) oder bei den Kombinationen einen Tick schneller sein, als der Gegner. Kombinationen fanden nun jedoch noch seltener statt als in der ersten Hälfte. Hunt versuchte es brachial mit Dribblings durch die Mitte, Marin konnte sich über außen nur selten durchsetzen und Özil spielte zu häufig den schwierigen Ball. Schaaf reagierte, brachte Borowski und Pizarro für Almeida und Jensen, um vor dem Tor in die Lufthoheit zu erlangen. Doch statt die langen Kerle mit hohen Bällen zu füttern, versuchte es Werder unverständlicherweise weiterhin mit Dribblings durch das Mittelfeld. Das Flügelspiel fand nicht statt, Boenisch und Fritz waren hinten gegen die Außenstürmer gebunden. Hier nochmal ein Kompliment an Magath: Linksaußen Sanchez für Holtby zu bringen, war eine taktische Meisterleistung!

So blieb am Ende viel Frust und Enttäuschung. Man möchte in dieser Situation am liebsten alle beschuldigen: Die eigenen Spieler, den Gegner, den Kommentator, den Schiri. Dabei gibt es an der Niederlage nichts zu rütteln, trotz diverser Nebengeräusche. Schalkes Spielweise war oft an der Grenze des Erlaubten und manchmal jenseits davon. Darauf kann sich Werder nun schon einmal einstellen, denn auch die kommenden Gegner werden gesehen haben, dass diese Taktik wie schon vor einer Woche beim 1.FC Köln aufging. “To beat Werder, you have to kick Werder”, um mal Arsene Wenger zu zitieren. Das hat sich Werder zumindest zum Teil selbst zuzuschreiben. Schiri Fleischer hatte wahrlich kein einfaches Spiel zu leiten und machte seine Sache im Prinzip auch gut. Eine klare Linie kann ich ihm nicht absprechen, aber er war auch deutlich bemüht, mit seinen Entscheidungen nicht zu sehr ins Spiel einzugreifen. So zum Beispiel als Sebastian Boenisch im Strafraum niedergestreckt wurde. Marcel Reif sah hier eine saubere Aktion, klar den Ball gespielt. Das stimmte auch, doch leider war der Spieler nicht einbeinig und grätschte Boenisch mit rechts von hinten so in die Parade, das dieser nicht weiterspielen konnte. Wenn das eine saubere Aktion war, weil sie dem Ball galt, war auch Wieses Tritt gegen Olics Kopf damals eigentlich ganz sauber.

Nun kann man – zu Recht – einwenden, dass Boenisch zu diesem Zeitpunkt nicht mehr auf dem Platz hätte stehen dürfen. Fleischer zeigte ihm nach einer ziemlich eindeutigen Notbremse nur die gelbe Karte. Ebenso hätte Kuranyi nicht mehr auf dem Platz sein dürfen, als er das Schalker 2:0 mustergültig vorbereitete. Einen Vorwurf kann man Fleischer trotzdem nicht machen, er hatte das Spiel ansonsten im Griff und so ist es nur ein statistischer Zufall, dass beide Werder-Niederlagen in dieser Saison unter seiner Leitung zustande kamen. Vielmehr sollten sich die Spieler an die eigene Nase fassen. Sich darüber aufzuregen, dass Kuranyi für den Tritt gegen Mertesacker unbestraft blieb, ist eine Sache – ihm danach Begleitschutz bis zum Strafraum zu gewähren, eine völlig andere. So blieb dem nicht gerade für seine technischen Fähigkeiten berühmten Kuranyi die schönste Einzelaktion des Spiels vorbehalten. Spätestens nach Boenischs vorzeitigem Ausscheiden war die Partie dann entschieden. Das traurigste dabei: Werder hätte wohl nicht nur den einen, sondern zwei Elfmeter benötigt, um noch etwas aus dem Spiel mitzunehmen. Verdient gewesen wäre es auch dann nicht.

Bis zur Winterpause bleibt nun folgendes zu tun: Die Wunden lecken (gute Besserung an Sebastian Boenisch), den Mund abputzen, die Ärmel hochkrempeln und das Spiel gegen Hamburg mit einer so kämpferischen Einstellung angehen, wie damals im Mai! Die Zeit der Geschenke ist vorbei, auch wenn dies kein sonderlich weinachtliches Motto ist.

15. Spieltag: Remiskönig 2

Gepostet am 7. December 2009 von Tobias (Meine Saison)

1.FC Köln – Werder Bremen 0:0

Die Steilvorlage der Leverkusener nicht genutzt und Punkte auf Bayern und Schalke verloren. Das ist schade. Die Serie wurde trotzdem gerettet. Das ist gut, aber nicht so wirklich wichtig. Man nimmt in dieser Saison aus wirklich jedem Spiel etwas mit, egal wie schlecht es ist (Frankfurt mal außen vor gelassen). Auch das ist gut. Sehr gut sogar. Was weniger gut ist, ist die Punktaubeute. Werder spielt zu oft unentschieden. So setzt man sich nicht an die Spitze der Liga. Was in der letzten Saison noch ok war, da man mit einem Unentschieden zumindest nicht aus dem Pokal ausscheidet, wird langsam lästig. Dabei kann man sich über das Unentschieden gestern nicht beschweren. Genausowenig, wie man sich über die Unentschieden gegen Wolfsburg, Dortmund und Nürnberg beschweren durfte. Neben Leverkusen und dem HSV hat man nun die meisten Unentschieden in der Liga aufzuweisen.

So hilflos wie gestern hat man Werder allerdings selten gesehen. Eigentlich die komplette Spieldauer feldüberlegen wollten einfach keine richtigen Torchancen herausspringen. Egal ob Almeida, Borowski, Hunt oder Frings – im entscheidenden Moment versprang der Ball, wurde einen Tick zu lange gewartet, war der Pass zu ungenau, you name it. Der einzige, der so richtig für Betrieb sorgte, war Marko Marin. Der Stürmer wirbelte mal auf rechts, mal auf links und brachte die Kölner Defensive in echte Schwierigkeiten. Die wusste sich häufig nur mit einem Foul zu helfen. Werder war jedoch nicht in der Lage, daraus Kapital zu schlagen. Es fehlte ein Gegengewicht, weil Hunt nicht seinen besten Tag hatte und es fehlten wirklich gute Standards.

So ging die Kölner Taktik auf und Werder konnte am Ende froh sein, dass Novakovic seine beiden Großchancen nicht nutzte. Zwar konnten auch die Kölner froh sein, dass Mohamad in der ersten Halbzeit nach seiner Notbremse nicht die rote Karte sah, doch es darf bezweifelt werden, dass Werder die Überzahl wirklich viel genützt hätte. Ich habe ein Stück weit Verständnis für Marin, der von nahezu jedem Kölner mindestens einmal gelegt wurde, doch ich möchte solch eine Schwalbe, wie er in Halbzeit 2 produziert hat, einfach nicht sehen. Für den Lerneffekt wäre es besser gewesen, wenn Schiedsrichter Drees ihm Gelb gezeigt hätte. Der Schiri also mit ein paar diskussionswürdigen Entscheidungen, doch mit einer Sache, die mir gut gefallen hat: Der Nachspielzeit. Zwei Minuten wurden angezeigt, wo man in der Bundesliga Null erwarten würde. Dazu noch knapp eine Minute oben drauf, weil ein Kölner in der 91. Minute eine Verletzung simulierte behandelt werden musste. Hoffentlich haben ein paar andere Schiedsrichter hingeschaut.

Für die letzten Spiele vor Weihnachten bleiben genügend Wünsche offen: Ein Sieg gegen Schalke zum Beispiel. Das wäre wichtig. In Bilbao ruhig mal verlieren, mit einem Tor Unterschied. Das reicht zum Gruppensieg und beendet das Gerede um die Serie. Und dann mindestens ein Punkt in Hamburg. Bescheidenheit auf hohem Niveau.

29. Spieltag: Spielbericht 0

Gepostet am 26. April 2009 von Tobias (Meine Saison)

Werder Bremen – VfL Bochum

(Spielbericht erstellt aus meinem Live-Blog bei Twitter.)

Vor dem Spiel

Werder also heute gegen Bochum. Wichtigstes Spiel des Jahres: Vor dem zweiten Nordderby bloß nicht den Rasen kaputt treten. Werder schont
ganz überraschend die halbe Startelf vom Mittwoch. Ist das Schiebung
beim Kampf um Platz 13? Um Hannover eins auszuwischen?
Werder haut Bochum zuhause traditionell die Hütte voll. Bis auf letzte Saison, wo Bochum das Abseitstor des Jahrzehnts erzielte. Das Premiere Expertenduo kommt zum Schluss, dass am 29. Spieltag doch recht viele Mannschaften gewinnen müssen. Sensationell.

Aufstellungen

Werder: Wiese – Prödl, Merte, Naldo, Tosic (!) – Frings, Tziolis, Niemeyer, Diego – Almeida, Rosenberg

Bochum: Fernandes – Concha, Maltritz, Mavraj, Yahia – Imhof, Pfertzel – Freier, Dabrowski, Bönig – Sestak

Das Spiel

1' Spiel läuft und Diego bleibt gleich mal am Mittelkreis liegen nachdem er den Ball vertändelt hatte. Özil macht sich warm.

4' Erste Ecke Werder nach abgefälschtem Almeida-Schuss. Bringt nichts ein. Diego scheint wieder rund zu laufen.

7' Diego führt einen Freistoß schnell per Hacke auf Almeida aus, aber von Schiri Perl zurückgepfiffen. Schade.

9' Erste gute
Chance Werder: Diego schickt Tosic, der mit guter Flanke auf Rosenberg.
Der Schwede bekommt den Ball aber nicht aufs Tor.

12' Ausrichtung
ist klar: Werder spielt nach vorne, der VfL steht hinten drin und
wartet auf Kontermöglichkeiten. Bislang vergeblich.

16' Werder – Bochum 0:1, Sestak. Joah, kann man so machen. Steilpass von Pfertzel auf Sestak, der frei durch ist und Wiese tunnelt.

18' Man kann nun
wirklich nicht sagen,dass sich das Tor angekündigt hätte. Bochum nahm
bislang nicht am Spiel teil. Dann aber gleich richtig.

21' Frings flankt
aus dem Rückraum auf Almeida, der per Kopf vom 11m-Punkt abtropfen
lässt. Rosenberg trifft jedoch den Ball nicht richtig.

23' Diego dribbelt durchs Mittelfeld, findet keine Anspielmöglichkeit und versucht es mal selbst. Ungefährlicher Schuss.

25' Wenigstens
sind wir nicht die einzigen, die trotz klarer Überlegenheit
zurückliegen. In diesem Sinne schöne Grüße nach München.

27' Die Oskurve singt "Scheiß HSV" und "Über Hamburg fahr'n wir nach Berlin". Auch das zeigt die Wichtigkeit dieses Spiels.

32' Beste Chance
Werder. Naldo und Almeida mit Kopfballverlängerung, Rosenberg nimmt gut
mit, aber bolzt dann 25m drüber. Oh man.

33' Frings holt
sich die 5. Gelbe und darf in Köln zuschauen. Freistoß Bochum aus 20m
Sestak knapp rechts vorbei. 2. Chance Bochum.

37' Also Bochum
macht das schon geschickt, bis 35m vor dem Tor lässt man Werder freie
Bahn und macht dann die 15m vor dem Strafraum ganz eng.

39' Frings mit
ganz starker Vorarbeit auf Rosenberg, der wartet lange auf die Lücke
gegen Fernandes, aber scheitert dann aus spitzem Winkel.

43' Tziolis und Niemeyer sehr aktiv im Spielaufbau, aber erwartungsgemäß ohne kreative Geistesblitze.

44' Werder – Bochum 0:2, Sestak. Zweiter Konter – zweites Gegentor. Wieder Sestak. Auf einer Naivitätsskala von 1-10 liegt Werder heute bei 13.

45' Kurz vor dem
Tor war Diego zu eigensinnig. Statt auf den neben ihm völlig freien
Almeida abzuspielen schießt er selbst drauf.

Halbzeit: Werder
- Bochum 0:2.
Auch die Fans haben gemerkt, dass es noch nicht gegen den HSV
geht und quittieren die Leistung mit Pfiffen.
Ich fühle mich gerade ganz stark an die Rückrunden '07 und '08 erinnert. Ecke für Werder, der Gegner macht das Tor. Sind bei über 20
Grad im Schatten Sprints vom gegnerischem Strafraum zurück zum Eigenen
für einen Fußballprofi überhaupt zumutbar?

Zur Strafe schaue ich jetzt im ZDF dem Lichter beim Kochen zu.

46' Wir spielen weiter. Özil jetzt im Spiel für Frings. Prödl sieht Gelb.

52' Diego sieht
Gelb. Kommentator Lindemann: "Die Bochumer haben schon ihren Ruppsack
dabei." Nein, hat er gar nicht gesagt: "Rucksack"!

55' Werder -
Bochum 1:2, Almeida.
TOOOOOOOOOORRRRRRR!!!!! Özil schickt Rosenberg steil, der legt vor dem Tor
quer auf Almeida. Endlich mal ein richtig guter Spielzug.

60' Özil geht bis zur Grundlinie durch und spielt flach scharf an den langen Pfosten, doch da steht niemand.

62' Pizarro kommt für Rosenberg. Bochum wirkt etwas mutiger, dadurch aber auch mehr Platz für Werder.

65' Pfertzel muss nach einem Foul von Prödl verletzt runter. Für ihn kommt Epallé, der Mann mit der Maske.

69' Letzter Wechsel bei Werder. Clemens Fritz kommt für Prödl.

70' Werder – Bochum 2:2, Naldo. TOOOOOOOOOORRRRR!!!!!! Na also, geht doch. Özil legt auf für Naldo, der von der Strafraumgrenze ins lange Eck schießt.

72' Und Özil fast
mit dem 3:2. Klasse Balleroberung von Almeida, dann Pass von Diego auf
Özil, der per Schlenzer an Fernandes scheitert.

75' Ganz
komisches Spiel. Werder drängt auf das Siegtor, aber insgesamt wirkt
das Spiel sehr bedächtig und langsam. Als wärs ein Sommerkick.

78' Diego mit Traumpass auf Özil, der in den Strafraum zieht, wieder schlenzt und wieder an Fernandes scheitert.

79' Werder -
Bochum 3:2, Diego.
TOOOOOOOOOOORRRRRR!!!!!! Ein Klärungsversuch von Fritz landet im Strafraum
auf Diegos Schlappen. Der trifft ins rechte obere Eck.

82' Bin mir nicht
ganz sicher, wie so ein Ball 6 Meter vor dem Tor vom hünenhaften Diego
ohne Gegenwehr angenommen werden konnte…

84' Freistoß Werder aus 17 Metern nach Foul an Pizzaro. Diego an den Pfosten!

85' Und nochmal Diego mit einem Hammer aus 16 Metern! Gehalten von Fernandes. Werder mit 30:8 Torschüssen.

87' Diego packt
jetzt sein ganzes Repertoire aus. Man of the Match ist für mich aber
Özil, der Werders Spiel in Halbzeit 2 sehr belebt hat.

89' Bochum versucht zumindest noch einen Punkt zu holen, aber eine Schlussoffensive sieht anders aus. La Ola im Stadion.

90+1' Gibt noch eine Ecke für Bochum und… Abseitstor! Puhhh!

Endstand: Werder – Bochum 3:2. Torwart Fernandes erzielte das Tor in der letzten Minute, stand aber wohl knapp im Abseits. Werder dreht dank einer starken zweiten Halbzeit ein 0:2 in einen 3:2 Sieg. Wichtig, dass man hier nicht untergegangen ist! Vor allem die
Einwechslung Özils zur Halbzeit belebte Werders Spiel. Sieg ist
insgesamt verdient, wenn auch durch eigene Fehler erschwert.

"Die Meisterschaft ist nicht das Ziel aller Träume." Ach Franz…

DFB-Pokal Halbfinale: Spielbericht 0

Gepostet am 23. April 2009 von Tobias (Meine Saison)

Hamburger SV – Werder Bremen

(Spielbericht erstellt aus meinem heute sehr Adrenalin geladenen Liveblog bei Twitter.)

Vor dem Spiel:

Gerade noch vor
dem Anpfiff nach Hause gekommen und mit dem Bloggen fertig geworden.
Gleich geht es los mit dem ersten Nordderby!
Kurz vor Anpfiff noch der letzte Teil des ultimativen Schwanzvergleichs zwischen Werder und dem HSV: http://bit.ly/UoIDF. Der Adrenalinspiegel steigt, die Finger werden warmgetippt, das Bier steht noch kalt. Auf geht's Jungs!

Aufstellungen:

Werder: Wiese – Fritz, Merte, Naldo, Boenisch – Baumann, Frings, Özil, Diego – Pizarro, Almeida

HSV: Rost – Demel, Mathijsen, Gravgaard, Aogo – Jarolim, Silva, Guerrero, Jansen – Olic, Petric

Das Spiel:

1' Los geht's!

3' Es ist Stimmung in der Bude! Gellendes Pfeifkonzert gegen Almeida, der in Almeida Rost reinrauscht.

6' Erste Chance Werder. Özil über rechts in den Strafraum, scharfe flache Hereingabe, Almeida verpasst knapp am langen Eck.

10' Noch viele Ungenauigkeiten im Spiel. Doch beide Mannschaften versuchen Druck zu machen, auch wenn der Respekt zu spüren ist.

11' HSV – Werder 0:1, Mertesacker. TOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOORRRRR!!!!!! TOR, TOR, TOR!!!!!!! MERTE!!!!!!!!!!!! Diego mit Riesenfreistoß ans Gebälk, Merte macht den Abstauber rein. YES!!!

16' Petric teilt aus im Werderstrafraum aus springt Mertesacker in den Rücken. Spiel mit viel Herzblut und Kampf.

18' Klasseaktion von Guerrero. Zieht von links mit Schwung in die Mitte und schießt aus 22 m drauf. Knapp links daneben.

20' Gelb für Guerrero, der erst sauber von Frings vom Ball getrennt wird und dann ein Revanchefoul begeht.

22' Naldo mit dem Freistoß aus 40m aufs Tor. Nicht einfach für Rost, aber gehalten.

24' Nächster Freistoß Werder aus ähnlicher Position wie vor dem 1:0. Wieder Diego, aber von der Mauer abgefälscht.

26' Vielleicht
liegt's an den Außenmikros, aber die Werderfans machen seit dem 1:0 die
Musik. Und Werder bislang mit ganz starker Leistung!

29' Boenisch mit Freiheiten auf links, von Özil super freigespielt und knallt drauf. Rost lenkt den Ball übers Tor.

30' Werder so
deutlich überlegen, dass es mir ein bisschen Angst macht. Frings und
Diego dominieren das Mittelfeld, dazu starke Teamleistung.

34' Jetzt mal Freistoß Hamburg aus guter Position nach Foul von Pizarro… Petric in die Mauer.

38' Es ist nicht
so, dass Werder hier viele Torchancen hätte, aber man hat den HSV in allen Belangen im Griff. Geht das über 90 Minuten?

40' Ecke Frings und Naldo kommt mit Tempo angesprungen, köpft jedoch klar daneben.

43' Hamburg stört
jetzt früher und konsequenter. Zum ersten Mal im Spiel eine kleine
Druckphase, da Werders Ballsicherheit etwas weg ist.

45' Zwei Minuten Nachspielzeit.

45+2' Nochmal Ecke Werder. Rost fängt ab. Pausenpfiff!

Halbzeit: HSV – Werder 0:1. Meine Herren, ich bin beeindruckt. Weiß nur nicht, ob mehr von Werders Stärke oder Hamburgs Schwäche. Aber Werder wäre nicht Werder, wenn man nicht befürchten müsste, dass man noch mal anfängt zu Wackeln. Hoffen wir das beste.

46' Es geht weiter. Beim HSV kommt Pitroipa für Guerrero um das Mittelfeld zu verstärken.

47' Flanke Jansen, Wiese verschätzt sich, aber Pietroipa verpasst ganz knapp. Riesenchance für den HSV!

49' Fritz klärt etwas überhastet zur Ecke. Naldo köpft raus und Petric mit Drehschuss weit drüber.

56' Ecke Werder durch Diego, per Kopf auf den langen Pfosten verlängert, wo Mathijsen vor Pizza am Ball ist.

59' Werder nicht
mehr so dominant wie in Halbzeit 1, aber Hamburg nur mit 5 starken Minuten,
seitdem wieder viel Leerlauf bei den Rothosen.

61' Zweiter Wechsel beim HSV. Trochowski für Aogo. Jansen geht dann wohl hinten links in die Kette.

64'
Raumaufteilung beim HSV nun besser. Werder etwas zu passiv, jedoch
bislang ohne groß ins Schwimmen zu geraten. Taktisch diszipliniert.

66' Und fast das Eigentor von Gravegaard! Flanke Fritz nimmt er im 5er äußerst unglücklich und lenkt ihn knapp übers Tor!

67' HSV – Werder 1:1, Olic. Erst Großtat von Wiese gegen Olic. Demel im Nachschuss und Olic bekommt den Schlappen dran.

69' Jetzt muss
Werder den Punch aus den ersten 30 Minuten wiederfinden. Derweil eine
Quatschentscheidung von Kircher gegen Pizarro!

73' Freistoß von Naldo landet bei Diego, der sucht die Lücke und lässt sich dann Fallen. Kein Elfmeter.

78' Werder tut wieder mehr nach vorne. Boenisch mit Schuss aus dem Hinterhalt in Rosts Arme. HSV setzt auf Konter.

81' Merte geht mit in die Sturmspitze verstolpert aber nach tollem Diego-Pass aus aussichtsreicher Position.

85' Boenisch marschiert durchs gesamte Mittelfeld und wird dann von von den Beinen geholt. Almeida sieht nachträglich Gelb.

86' Erster Wechsel Werder: Rosenberg für Almeida. Der Wechsel war fällig!

88' Werder zwar mit mehr Ballbesitz und Zug nach vorne, aber das wirkt nicht richtig gefährlich und souverän!

90' Nachspielzeit läuft. 2 Minuten angezeigt.

90+1' Özil setzt sich über links durch, Jarolim senst ihn um und sieht Rot! Das ist ein Hammer!

90+2' Hektik
jetzt. Spieler und Trainerbänke beschimpfen sich. Jarolims Foul war
sehr hart, aber mMn nicht als Notbremse zu werten.

Zwischenstand nach 90 Minuten: HSV – Werder 1:1. Es gibt Verlängerung! Ich glaube nicht, dass es Rot wegen Notbremse war sondern weil Jarolim nicht mal ansatzweise in Richtung Ball geht.

91' Die Verlängerung läuft!

93' So stark Frings in der ersten Halbzeit war, so schwach sind einige seiner Pässe jetzt. Werder am Drücker, HSV hinten drin.

94' Rosenberg mit der Chance! Kaum sag ich was kommt ein Klassepass von Frings, aber Rost rettet gut gegen Rosenberg.

96' Ecke Diego, Kopfball Naldo aufs Tor, wieder stark gehalten von Rost, dem Bremer Pokalhelden von '99.

97' Spiel auf ein Tor. Frings aus der Distanz deutlich drüber.

99' Werder pennt im defensiven Mittelfeld. Unbedrängt kann Boateng 5m vor der Viererkette in die Mitte ziehen und draufschießen!

101' Wenn Boenisch technisch doch nur etwas stärker wäre, dann wäre er ein richtig guter Außenverteidiger.

105' Tziolis kommt für Baumann. Auch dieser Wechsel ergibt Sinn.

Halbzeit
Verlängerung: HSV – Werder 1:1.
Spiel nur noch in Hamburgs Hälfte.
Werder mit Chancen, aber ohne Abschlussstärke und Glück.

106' Weiter jetzt!

108' Freistoßchance Naldo, Rost mit guter Parade.

109' Vier Hamburger setzen sich gegen 7 Bremer durch. Olic mit schwachem Schuss aus guter Position. Zum Glück!

111' Ich springe
gleich in den Fernseher! Was Werder in den letzten 5 Minuten spielt ist
ein schlechter Witz! Trochowski fast mit dem Tor.

112' Wird Rethy dafür bezahlt in der Verlängerung 30 Minuten lang über das Elfmeterschießen zu sprechen?

115' Schnellkurs in schlechter Raumaufteilung: Werderangriff anschauen!

118' Nochmal Ecke Werder. Vielleicht geht ja was nach Standards… Nö. Foul gegen Merte gepfiffen. Hat der Rethy heute ein Statistikbuch gefrühstückt?

120' Pitroipa ganz frei vor Wiese, aber der passt auf und räumt Ball samt Spieler fair ab! Sensationell!

Ende Verlängerung: HSV – Werder 1:1. Es gibt das von Rethy herbeigesehnte Elfmeterschießen.

Elfmeterschießen:

1:0 – Mathijsen schießt unten rechts und trifft. Sehr stark geschossen!

1:1 – Pizarro an den linken Innenpfosten, von dort rein. Das war knapp!

Wiese hält gegen Boateng!!!

1:2 – Özil ganz abgezockt, verlädt Rost.

Wiese hält gegen Olic!!!

1:3 Frings mit Wucht unter die Latte, ganz ganz knapp!

Wiese hält gegen Jansen, taucht in die von ihm aus rechte untere Ecke. Unglaublich! Sensationell!

JAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!!!!!!!!!!!!

WIIIIIIIIIIIIIIEEEEEEEEEEEEEEEEEESSSSSSEEEEEEE!!!

BERLIN!!!!!!! BERLIN!!!!!! WIR FAHREN NACH BERLIN!!!!!!!!!!!!!!!!

Endstand: HSV – Werder 1:3 i.E. (1:1 n.V.). Wiese! Mir fällt nichts ein außer JAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Danke an alle Follower für Glückwünsche und WIESE-Rufe! Bin noch fertiger als gestern nach dem Arsenal-Spiel. FINALE!!!

28. Spieltag: Spielbericht 2

Gepostet am 19. April 2009 von Tobias (Meine Saison)

Hertha BSC – Werder Bremen

(Spielbericht erstellt aus meinem Liveblog bei Twitter.)


Vor dem Spiel:

So, bisschen spät dran heute. In 10 Minuten geht's los mit Hertha – Werder. Für Hertha geht's
um die letzte Meisterschaftschance, für Werder um… nichts. Gar
nichts. Bloß nicht verletzen vor den Nordderbys.
Wird interessant,
ob Werder ohne Diego und Özil mit Raute spielt oder nicht. Ich tippe
auf "flache Vier" um Druck von Hunt zu nehmen.

Aufstellungen:

Hertha BSC: Drobny – Stein, Von Bergen, Simunic, Cufre – Dardai, Kacar, Nicu, Cicero – Pantelic, Raffael

Werder Bremen: Wiese – Prödl, Merte, Naldo, Fritz – Baumann, Frings, Tziolis – Hunt – Pizarro, Rosenberg

Das Spiel:

1' Das Spiel läuft.

2' Fritz heute als Linksverteidiger, Prödl auf rechts. Hunt auf der linken Außenbahn.

3' Pantelic tanzt Fritz aus, passt zurück auf Kacar, doch der schlägt aus viel versprechender Position ein Luftloch!

10' Werder hat
sichtlich Schwierigkeiten, mit den vielen Veränderungen ein
vernünftiges Spiel aufzuziehen. War zu erwarten/befürchten.

11' Allerdings ist ein deutliches Bemühen erkennbar. Hier wirkt niemand so, als wolle er sich für Mittwoch schonen.

15' Tolles Tackling von Mertesacker gegen Pantelic als letzter Mann im Strafraum. Mit sehr viel Übersicht und gutem Timing.

17' Ecke Frings landet auf Naldos Kopf, schafft es aber nicht bis zum Tor.

18' Prödl mit einem blitzsauberen Tackling gegen Cicero, das von Rafati als Foul ausgelegt wird. Lächerlich.

21' Kacar mit
weiterer großer Chance, zögert aber zu lange mit dem Abschluss und wird
dann geblockt. Wiese mit Flugeinlage hinterm Tor.

25' Werder weiter
mit Problemen im Passspiel in der gegnerischen Hälfte, obwohl Hunt sehr
aktiv ist und viel die Seiten wechselt.

26' Großes Glück
für Werder: Kopfball von Cicero geht an den Pfosten, springt von dort an
Wieses Hand, aber dann zum Glück zur Seite weg.

29' Endlich mal ein Steilpass der ankommt. Pizarro schickt Rosenberg auf links, aber der stolpert über den Ball.

30' Beste Chance
für Werder durch Baumann. Fritz flankt mit rechts von links, Hunt legt
per Kopf am langen Pfosten zurück. Baumann trifft den Ball nicht richtig und sein Schuss geht deutlich übers Tor.

36' Tzilois kommt
5 m vor dem Tor mit dem Kopf an den Ball, trifft ihn aber nicht
wirklich und der Ball geht vorbei. Werder jetzt stärker.

40' Mertesacker versucht nach einer Ecke eine Schlenzer (!) aufs lange Eck. Knapper drüber als man denken würde

41' Nächste Chance durch Prödl, der nach Vorlage von Pizarro vom rechten Strafraumeck draufknallt, aber Drobny wehrt ab.

42' Hertha – Werder 0:1, Mertesacker. TOOOOOOOOOOOORRRRRR!!!!!!! Unglaubliches Gestocher im Strafraum nach Ecke Frings. Merte wohl als letzter am Ball

45' Tor ist verdient. Werder in den letzten 10 Minuten mit 4-5 guten Chancen. Hab Prödl noch nie so offensiv gesehen.

Halbzeit: Hertha
- Werder 0:1.
Nach einer unterhaltsamen, aber spielerisch nicht
hochklassigen Halbzeit führt Werder verdient mit 1:0.
30 Minuten lang
tat sich sehr wenig, Hertha wirkte gefährlicher. Dann erspielte sich
Werder Chancen und kam mit einer Ecke zum Führungstor.
Interessantes
System bei Werder heute. Hunt vogelfrei, hinter ihm drei defensive
Mittelfeldspieler und offensive Außenverteidiger.

46' Wechsel bei Werder. Niemeyer kommt für Hunt, der wohl angeschlagen ist. Hmja… Spiel läuft wieder.

47' Bei Hunt wurde eine Bänderdehnung festgestellt. Mal sehen wie sich das Mittelfeld in der Zusammensetzung schlägt.

55' Ruhige zweite
Halbzeit bislang. Werder sehr kompakt im Mittelfeld, versucht Herthas
Spiel schon im Ansatz zur ersticken. Bislang klappt's.

57' Jetzt erster Wechsel Hertha: Piszeck (wird der so geschrieben?) für Nicu.

59' Werder mit
Konter 3 gegen 3. Tziolis spielt auf Rosenberg, aber der schließt
schwach ab. Deutlich links daneben. Vorher Verdacht auf Foul.

60' Frings setzt
sich über links durch und flankt aufs lange Eck. Pizarro legt auf
Niemeyer zurück und der köpft aus zentraler Position drüber.

61' Das hätte es sein können für Werder! Bei Hertha kommt ein weiterer Spieler mit vielen Konsonanten im Namen (für Pantelic).

64' Hertha jetzt
mal wieder mit einer Ecke. Cicero köpft aufs Tor und Wiese hält. Erste
Chance für Hertha seit einer halben Stunde.

65' Erst fällt
Fritz im Strafraum, Rafati lässt weiterspielen. Dann Niemeyer gegen
Cicero im anderen Strafraum. Zweimal kein Elfmeter.

67' Zweiter Wechsel bei Werder. Almeida kommt für den unglücklichen Rosenberg. Bei Hertha letzter Wechsel Chermiti für Stein.

68' Auch wenn
Werder hier kreativ keine Bäume ausreißt, ist das eine wirklich
anständige Leistung gegen eine insgesamt schwache Hertha.

71' Hertha – Werder 1:1, Simunic. Und kaum sag ich das, macht Hertha den Ausgleich! Ausgehend von einem Freistoß köpft Simunic eine Flanke von Dardai über Wiese ins lange Eck. Der Pass von Cicero auf Dardai war so offensichtlich, da hätte man in der Zwischenzeit noch ein Spiegelei braten können.

76' Erstaunlich, was ein Tor bewirken kann. Hertha wirkt jetzt viel wacher und aktiver.

77' Rafati ist eine so unglaubliche Pfeife, der sollte nie wieder Bundesliga pfeifen! Kacar nagelt
Mertesacker von der Seite um, Ball ist seit Sekunden weg. Gibt aber
nicht Gelb-Rot, sondern nur eine Ermahnung. Unglaublich!

81' Werder verwaltet weiterhin nur. Hertha versucht, auf das Siegtor zu drängen, erspielt sich aber keine Chancen.

83' Was ist hier
los? Chermiti köpft an den Pfosten, Wiese wie versteinert. Beim
Nachschuss blocken sich die Berliner gegenseitig. Kurios!

88' Hertha -
Werder 2:1, Raffael.
Leck mich doch.
Hertha macht beim Konter alles falsch und dann haut Raffael aus der
Distanz einfach drauf, abgefälscht über Wiese ins Tor.
Naldo hatte sich da den Ball im Aufbau von Chermiti
vom Fuß nehmen lassen. Darf nicht passieren!

90' Eine Minute Nachspielzeit. Die Stimmungsmache des Berliner Stadionsprechers ist ein wenig peinlich.

Endstand: Hertha – Werder 2:1. Dumm, unglücklich, unverdient. Werder vergibt die eigenen Chancen und verspielt dann die Führung. Die Gegentore in der Entstehung eine Mischung aus unglücklichen Zufällen und eigener Unkonzentriertheit. Die Leistung sehr solide, aber in den letzten 25 Minuten zu sehr auf die Defensivstärke und Herthas Schwäche verlassen. Dazu ein
Schiedsrichter Rafati, der wieder einmal seine Bundesligauntauglichkeit
unter Beweis stellte. Aber keine Ausrede für Werder!

25. Spieltag: Spielbericht 0

Gepostet am 21. March 2009 von Tobias (Meine Saison)

Borussia Dortmund – Werder Bremen

(Spielbericht erstellt aus meinem Live-Blog bei Twitter.)

Vor dem Spiel:

Da ich erst wenige Minuten vor Anpfiff nach Hause gekommen bin, musste die Vorberichterstattung leider ausfallen. Für Werder ging es um die vermutlich letzte Chance noch einmal in die Nähe der internationalen Plätze zu kommen. Für Dortmund ging es darum, nicht zu weit hinter Platz 5 zurückzufallen und die Bremer auf Distanz zu halten. Ausfälle bei Werder: Naldo (Rotsperre), Baumann und Rosenberg. Jensen mit Nasenbeinbruch zunächst nur auf der Bank.

Aufstellungen:

Werder: Wiese – Prödl, Mertesacker, Pasanen, Boenisch – Niemeyer, Tziolis, Özil, Diego – Pizarro, Almeida.

BVB: Weidenfeller – Owomoyela, Subotic, Santana, Dede – Kehl, Tinga, Kringe, Hajnal – Frei, Valdez.

Das Spiel:

1' Alles etwas chaotisch bei mir heute. Aber jetzt bin ich immerhin pünktlich zum ANpfiff zuhause. Los geht's!

4' Werder versucht gleich Druck zu machen. Geht früh drauf, aber bislang noch ohne ernsthafte Gefahr für den BVB.

7' Freistoß BVB aus 18 Metern. Guter Schuss von Frei in die Torwartecke, verlädt Wiese, aber 1 Meter daneben.

10' Sehr flottes
Spiel. Chance für Werder durch Almeida, der aber verzieht. Auf der
Gegenseite tankt sich Kehl durch, Boenisch grätscht dazwischen.

15' Dortmund wird stärker, Werder muss wieder früher und konsequenter in die Zweikämpfe gehen.

Weiterlesen →

UEFA-Cup Achtelfinale, Rückspiel: Spielbericht 0

Gepostet am 20. March 2009 von Tobias (Meine Saison)

(Erstellt aus meinem Live-Blog bei Twitter)

Vor dem Spiel:

Noch 90 Min. bis
zum Anpfiff. Ich befürchte, dass das heute Abend eine ähnlich zähe
Nummer wird wie im Hinspiel. Mein Tipp: 1:1. Eine engagiertere
Leistung als in der 2. Halbzeit des Hinspiels erwarte ich aber schon. Werder ist
international auswärts diese Saison noch ungeschlagen.

Jetzt gilt‘s: Viertelfinale oder raus aus dem internationalen Geschäft. Gleich beginnt das Rückspiel in St. Etienne. Werder nimmt einen 1:0 Vorsprung aus dem Hinspiel mit in die Partie. Die rechnerischen Spielereien dürften bekannt sein. ASSE-Trainer
Perrin hat das Spiel gegenüber den Medien schon abgeschenkt, will
Spieler für den Abstiegskampf schonen. Nur ein Bluff?
Bei Werder ist Baumann gesperrt. Fritz, Pasanen und Jensen fehlen verletzt. Merte ist fit und Naldo darf auch wieder spielen.

Aufstellungen:

Werder: Wiese – Prödl, Mertesacker, Naldo, Boenisch – Frings, Niemeyer, Özil, Diego – Pizarro, Rosenberg

ASSE: Janot – Tavlaridis, Bayal, Benalouane – Varraul, Hautcoeur, Dernis, Matsui, Sauget – Mirallas, Gomis

Das Spiel:

1' Anpfiff

3' Frings passt nicht auf und Boenisch muss für ihn reparieren. Ruhige erste Minute ansonsten.

6' ASSE – Werder 0:1, Prödl. TOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOR! Ecke Frings von rechts. Prödl kommt mit Anlauf und wuchtet den Kopfball ins Tor. St. Etienne brennt!

9' Fast die
Antwort von St.Etienne. Dernis mit gutem Fernschuss, abgefälscht von
Naldo knapp am Tor vorbei. Dichte Rauchschwaden im Stadion.
Keine Ahnung
wieviel Feuerwerk die Werderfans mitgebracht haben, aber vielleicht wär es
für den Verein billiger, wenn Werder kein Tor mehr schießt.

Weiterlesen →



↑ Nach oben