Internet-Tagebuch eines Werderfans

Meine Saison mit dem SVW



‘schab Vertrag 1

Gepostet am 15. August 2010 von Tobias (Meine Saison)

DFB-Pokal, 1. Runde: Rot Weiss Ahlen – Werder Bremen 0:4

Wie in den Jahren zuvor ein letztlich deutlicher Sieg zum Saisonauftakt gegen eine unterklassige Mannschaft. Im Gegensatz zu Union Berlin letztes Jahr erwies sich Ahlen jedoch in der ersten Halbzeit als echte Hürde. Werder kam schwer ins Spiel und musste vor dem Führungstor einige brenzlige Szenen überstehen. Danach lief dann fast alles wie erhofft und der Klassenunterschied wurde auf dem Feld deutlich sichtbar.

Thomas Schaaf entschied sich für das System mit der Raute und gegen das 4-2-3-1. Wie erwartet saßen deshalb Marin und Arnautovic zunächst auf der Bank und Hunt und Borowski nahmen die Halbpositionen im Mittelfeld ein. Werders Spielidee war von Anfang an erkennbar, doch es hakte noch bei der Genauigkeit im Kombinationsspiel. Da sich auch alle vier Spieler der Viererkette in der ersten Hälfte einige Aussetzer im Spielaufbau erlaubten, kam Ahlen immer wieder zu gefährlichen Konterchancen, die jedoch nur selten gut zu Ende gespielt wurden und deshalb meist von Werders Abwehr repariert werden konnten. Ahlen spielte vermehrt über die linke Bremer Abwehrseite und konnte Pasanen dabei einige Male bloßstellen. Mittelstürmer Knappmann suchte in jeder Situation den Torabschluss, agierte dabei jedoch häufig zu überhastet. Die beste Chance der ersten Halbzeit hatte Alder mit einem tollen Freistoß, der hinter Wiese an die Latte klatschte.

Werder befreite sich aus der Ahlener Druckperiode auf die bestmögliche Weise: Claudio Pizarro zog von links in den Strafraum und traf mit einem platzierten Schuss ins lange Eck. Danach kippte das Spiel klar zugunsten Werders. Özil, der zuvor ein eher mittelmäßiges Spiel hatte, drehte nun auf und war an allen gefährlichen Aktionen beteiligt. In dieser Phase hätte Werder das Spiel schon entscheiden können, vielleicht müssen. Stattdessen hatte nach der Pause erneut Knappmann die Chance zum Ausgleich, doch verlor allein vor Wiese die Nerven und ermöglichte diesem so seine beste Parade im Spiel. Kurz darauf traf Almeida, der zuvor ebenfalls kläglich vergeben hatte, per Kopf nach einer Ecke zum 2:0. Schaaf wechselte nun durch, brachte Marin für Özil und wenig später Arnautovic für Almeida. An der Einseitigkeit der Partie endete das aber nichts mehr, denn Borowski machte mit einem tollen Schuss nach einem verunglückten Klärungsversuch der Ahlener Defensive alles klar. So plätscherte das Spiel seine Ende entgegen, bis Marin mit einem schönen Heber den Schlusspunkt zum 4:0-Sieg setzte.

Die Raute scheint in dieser Phase der Saison die bessere Variante für Werder zu sein, gerade wenn man die Formkurven der Spieler so anschaut. Wenn Marin und Arnautovic bei 100% sind, spricht aber vieles für das 4-2-3-1, denn gerade bei Arnautovic hat man gesehen, dass ihm die Rolle des 2. Stürmers nicht wirklich auf den Leib geschneidert ist. Hunt und Borowski haben gestern zwar nicht überragend gespielt, doch sie erfüllten ihre Aufgaben ordentlich. Es war aber Bargfrede, der das Bremer Mittelfeld belebte und die Fäden zog. Defensiv aufmerksam, starker Spielaufbau und dazu noch viele Akzente nach vorne – wenn er das auch in der Bundesliga so umsetzen kann, müsste er auf der Sechserposition gesetzt sein.

Einiges hängt aber noch von den Wechseln ab, die sich in den nächsten Tagen entscheiden dürften. Mit dem Brasilianer Wesley ist alles klar, er wird in den nächsten Tagen einen 5-Jahres-Vertrag unterschreiben und kostet angeblich schlanke 7,5 Mio. Euro. Offiziell bestätigt ist der Transfer noch nicht, doch der Spieler selbst hat sich bei Twitter schon klar darüber geäußert, sich unter anderem bei Werders sportlicher Leitung für deren großes Bemühen bedankt. Im Fall Mesut Özils kommt zum ersten Mal seit Wochen wirklich (sprich: nicht nur in den Medien) Bewegung rein. Real Madrid hat ein Angebot abgegeben, das laut Allofs jedoch völlig inakzeptabel war. Özil selbst zeigte sich im Interview nach dem Spiel sichtlich hin und her gerissen zwischen seinen üblichen Kommentaren (“Ich hab Vertrag” und “Ich respektiere Werder Bremen”) und dem öffentlichen Interesse Reals und José Mourinhos (“Wenn man so ein Angebot hat, möchte man es gerne annehmen”). Dass Allofs Özil über das Angebot jedoch nicht informiert hat, ist schon ein wenig seltsam und gibt in der Öffentlichkeit kein gutes Bild ab. Özils Ärger darüber kann ich nachvollziehen, doch in seinem eigenen Interesse war es nicht sehr sinnvoll, dies an die Öffentlichkeit zu bringen. Eine Entscheidung muss in den nächsten Tagen fallen, sonst kommt vor dem wichtigen Spiel gegen Sampdoria zu viel Unruhe auf. Dazu braucht es entweder ein gutes Angebot von Real Madrid oder ein Machtwort von Allofs, der in dieser Angelegenheit jedoch am kürzeren Hebel sitzt.

Rot Weiss Ahlen – Werder Bremen (live) 1

Gepostet am 14. August 2010 von Tobias (Meine Saison)

Meine Saison (in a nutshell) 4

Gepostet am 17. May 2010 von Tobias (Meine Saison)

Die Saison ist vorbei. Zeit für Rückblicke, Bilanzen, Fazits. Hier ist meine Einschätzung der Saison in Kurzform:

Das gefiel mir

Die Auswärtsstärke. Die Heimspiele in der Europa League. Das Aufreten im DFB Pokal gegen die Zweitligamannschaften. Claudio Pizarro, der vielleicht beste Stürmer der Werdergeschichte. Mesut Özils Ballbehandlung. Marko Marins Finten. Torsten Frings späte Topform. Die vielen Last-Minute-Tore. Der André Wiedener Tanz. Thomas Schaafs Taktik gegen Schalke im Mai.

Das gefiel mir nicht

Die Heimschwäche in der Bundesliga. Die Unkonzentriertheiten in den ersten Halbzeiten. Der Stadionumbau. Die Pfiffe gegen einzelne Spieler. Die BILD-Kampagne gegen Schaaf und Allofs. Daniel Jensens Verletzungspech. Markus Rosenbergs Einstellung. Tim Wieses Frisur (ich hätte nicht gedacht, dass es noch schlimmer kommen könnte). Marins Schwalben. Fans von Treter-Mannschaften, die sich (nur) über Marins Schwalben aufregen. Felix Magaths Taktik gegen uns im Dezember.

Spannend

Die taktische Variabilität. Vorbei sind die Jahre, in denen Werder immer 4-4-2 mit Raute spielt. Mit Mesut Özil hat man einen Spieler mit Spielmacherqualitäten, der aber keine klassische Nummer 10 ist. Werder hat in dieser Saison vieles ausprobiert und sich zum Saisonende erstmals seit langer Zeit dem Spiel der Gegner angepasst. Die realistische Selbsteinschätzung hat in der Liga Platz 3 gerettet, im Pokal leider nicht geholfen. Dennoch, so variabel habe ich Werder unter Schaaf noch nie gesehen: Ob flaches 4-4-2, 4-2-3-1, 4-4-1-1 oder auch die klassische Werderraute im Mittelfeld – Werder hat inzwischen alles im Repertoire. Das ist natürlich kein Selbstzweck, mit so vielen außergewöhnlichen Offensivspielern ist die Raute allein nicht mehr ausreichend. Darauf hat man angemessen reagiert.

Langweilig

Borowski-Bashing. Tim Borowski spielte eine mittelmäßige Hinrunde. Nach seinem überaus schwachen Rückrundenstart verlor er zu Recht seinen Stammplatz im Mittelfeld, zeigte sich aber seit März in aufsteigender Form. Gegen Schalke mit einem starken Comeback als Defensivarbeiter in der Startformation. Daher zu Recht zuletzt wieder von Beginn an. Insgesamt eine etwas enttäuschende Saison. Man darf auch zweifeln, ob er noch mal so stark wird, wie zu seinen besten Zeiten. Dieses stumpfe und undifferenzierte Draufhauen, das sich viele Werderfans angeeignet haben, geht mir aber einfach nur noch auf die Nerven.

Spiel der Saison

Werder Bremen – FC Valencia 4:4. Ein unglaubliches Spiel, sowohl was den Spielverlauf als auch was die Tore angeht. Es war ein Abend, an dem alles möglich schien und vieles möglich war. Am Ende schied Werder aus, aber kaum jemand im Stadion dürfte enttäuscht von der Mannschaft gewesen sein. Die Fehlersuche bei dem Spiel ist einfach und ergiebig, aber dies war kein Abend für Taktikfüchse, sondern für Fußballromantiker. Ein Wunder von der Weser ohne Happy End. Für mich das Spiel der Saison.

Spieler der Saison

Claudio Pizarro. Das schlampige Genie ist erwachsen geworden. Über sein außergewöhnliches Talent wissen wir schon seit Jahren bescheid. Nach seiner Rückkehr wurde er langsam auch zum Führungsspieler. In dieser Saison ging er als gutes Vorbild voran, stellte sich in den Dienst der Mannschaft, arbeitete unglaublich viel mit nach hinten und büßte trotzdem nicht seine Torgefährlichkeit ein. Kann am Ball einfach alles, auch wenn er nicht der schnellste ist. Manchmal noch zu unkonzentriert bei einfachen Torabschlüssen, aber dafür trickreich wie ein Hütchenspieler. Am Ende stehen 28 Saisontore in 40 Spielen. Die Belohnung für eine tolle Saison.

Spieler der Hinrunde

Mesut Özil. Spielte von August bis November groß auf. Etablierte sich in kürzester Zeit als zentraler offensiver Mittelfeldspieler und sorgte dafür, dass Werder nach Diegos Weggang nicht in ein kreatives Loch fiel. Im Winter fiel er dann aber in ein Loch und brauchte einige Zeit, bis er wieder an seine Hinrundenform anknüpfen konnte. Wirkt bei aller Klasse noch immer etwas fragil. Ein weiteres Jahr bei Werder täte ihm und dem Verein gut.

Spieler der Rückrunde

Petri Pasanen. Hatte keiner auf dem Zettel. In der Hinrunde zumeist nur als Backup für Sebastian Boenisch auf der Bank. Nach dessen Verletzung kam Abdennour und Pasanen musste weiter warten. Als der Tunesier nicht überzeugen konnte, kam die große Stunde des Routiniers. Spielte einen grundsoliden, abgeklärten Part links in der Viererkette. Hat weder Boenischs Dynamik noch dessen Offensivdrang, doch machte nach hinten sehr wenige Fehler. Der Aufschwung der letzten Monate hatte auch mit seinen starken Leistungen zu tun. Schmerzlich vermisst im Pokalfinale.

Newcomer der Saison

Ohne jeden Zweifel Philipp Bargfrede. Kam aus der zweiten Mannschaft, überzeugte in der Vorbereitung und ist seit Saisonbeginn ein wichtiger Bestandteil unseres Mittelfelds. Ist in allen Bereichen mindestens solide und ist dazu für sein Alter erstaunlich abgeklärt. Wenn er sich in der neuen Saison weiter steigern kann, wird man Baumann noch weniger vermissen und dazu im Schatten von Frings den neuen Chef im Mittelfeld aufbauen können.

Saisonfazit

Es war eine gute Saison. Phasenweise spielte Werder so souverän, wie ich es seit der Doublesaison nicht mehr gesehen hatte. Dann der große Einbruch im Winter. Alle Ziele schienen aus den Augen zu geraten. Am Ende stehen in der Bundesliga Platz 3 und die Champions League Qualifikation. Saisonziel erreicht – wie fast immer mit vielen Höhen und einigen Tiefen. Im DFB Pokal stand man im Finale, dank der einfachen Auslosung diesmal fast eine Pflichtaufgabe. Das Finale gegen die Bayern war ernüchternd. International spielte man eine souveräne Vorrunde und schied dann mit zu vielen Fehlern, viel Kampf und ein wenig Pech gegen Valencia aus. Insgesamt bin ich trotzdem sehr zufrieden.

Ausblick

So kurz nach Ende einer Saison immer schwierig. Die Voraussetzungen für eine weitere erfolgreiche Saison sind gegeben. Es könnte zum ersten Mal in der jüngere Geschichte ein Sommer ohne einschneidende Veränderungen am Kader werden. Wir haben viele Spieler, die eine gute Entwicklung genommen haben und über weiteres Steigerungspotential verfügen: Özil, Marin, Hunt, Bargfrede, Boenisch. Erfahrenen Leistungsträgern, wie Wiese, Mertesacker, Frings und Pizarro ist allesamt noch eine weitere gute Saison zuzutrauen. Bei erfolgreicher Champions League Qualifikation sollte an den Problemzonen nachgebessert werden: Die Personaldecke bei den Außenverteidigern ist dünn und im Sturm fehlt ein zweiter Topspieler. Ich weiß nicht, ob Almeida das noch werden kann, auch wenn ich es hoffe. Ansonsten reicht es aus, eventuelle Abgänge auszugleichen.

Dann gibt es natürlich auch noch die Konkurrenz, die ebenfalls nachbessern wird. Wie gut wird Schalke im zweiten Jahr unter Magath? Ist Bayern schon am Zenit? Wie oft kann der HSV mit diesem Kader noch am eigenen Unvermögen scheitern? Spielt Stuttgart ausnahmsweise zwei Saisonhälften konstant? Kann Klopp Dortmund zu einem Meisterschaftskandidaten formen? Wird Vizekusen seinem Namen mal wieder gerecht (nur ein Vize-Titel in den letzten 7 Jahren? Come on!)? Und was machen die Neureichen aus Wolfsburg und Hoffenheim? Es wird nicht leicht, bei diesen Mitkonkurrenten wieder einen Platz in den Top 3 zu erreichen.

Vor der abgelaufenen Saison wurde die große Zukunftsfrage gestellt: Rutscht Werder ins Mittelmaß ab oder kann man sich wieder in der Bundesligaspitze etablieren. Das Team hat die Antwort gegeben, wenn auch erst spät. Jetzt hat es sich einen positiven Ausblick auf die kommende Saison verdient. Wir werden nie ein Triple gewinnen, doch wir sind Werder Bremen und uns müsst ihr nächste Saison erstmal schlagen!

Pokalfinale: Nadelstiche und das offene Messer 11

Gepostet am 16. May 2010 von Tobias (Meine Saison)

Werder Bremen – Bayern München 0:4

Es war vor dem Spiel klar, dass die Bayern momentan in ihrer eigenen Liga spielen. Doch es war Pokal und man durfte zumindest darauf hoffen, dass Werder einen richtig guten Tag erwischt und bei den Münchnern zwischen Meisterschaft und Champions League so ein bisschen die Luft raus ist. Beides war nicht der Fall.

Während Louis van Gaal seine Stammformation aufs Feld schickte, passte Thomas Schaaf zum zweiten Mal in den letzen Wochen sein Team dem Gegner an. Es kommt selten vor, dass Werder dem Gegner das Spiel einfach so überlässt, doch es müssen die Lehren aus der Niederlage im Januar und dem Spiel gegen Schalke gewesen sein, die ihn zu diesem Schritt bewegten. Für den Fan, dessen Team seit 2004 in 95 % der Fälle das Spiel gemacht hat, eine gewöhnungsbedürftige Angelegenheit. Und so dürften sich viele so wie ich verwundert die Augen gerieben haben, als sie Werders Aufstellung sahen: Ein flaches 4-4-2 mit einer defensiv ausgerichteten Viererkette im Mittelfeld, Boenisch für den verletzten Pasanen als Linksverteidiger, Hunt als rechten Mittelfeldspieler und davor Pizarro und Özil als Angreifer. Eine ängstliche Aufstellung, die nur so lange gut gehen konnte, wie die Bayern nicht in Führung gingen.

Die ersten Minuten des Spiels waren erschreckend. Werder zog sich weit zurück, versuchte nicht in die Nähe des Balles zu kommen und ließ die Bayern mal machen. Nachdem der Ball einige Male durch die bayerische Abwehrreihe zirkuliert war und man sich an die defensive Ausrichtung gewöhnt hatte, kam zum ersten Mal die Frage auf: Hat das etwa System? Den starken Flügeln der Bayern wurden zwei Dreierblöcke entgegengesetzt. Fritz, Hunt und Bargfrede auf der rechten sowie Boenisch, Borowski und Frings auf der linken Seite. Ab der Grenze zum Angriffsdrittel der Bayern spielte Werder dann Pressing. Robben wurde von Boenisch über weite Strecken in Manndeckung genommen und bis an die Mittellinie verfolgt. So konnte man dem Angriffsspiel der Bayern zwar nicht ganz den Zahn ziehen, aber es fürs erste unter Kontrolle halten. Die eigene Offensive beschränkte sich auf Nadelstiche. Den ersten setzte Claudio Pizarro schon nach 8 Minuten und es war der Beste, den Werder an diesem Abend ausführte. Eine klasse Einzelaktion von Pizza, der geschickt verzögert und dann frei vor Butt nicht den besten Schuss erwischt.

In den ersten 20 Minuten ging Werders Taktik auf, dann kamen die ersten Wackler und die Bayern kamen immer wieder gefährlich vors Tor. Die Geduld der Bayern ist beängstigend. Das Spiel wird von einer Seite auf die andere verschoben, im festen Vertrauen darauf, dass sich die benötigte Lücke früher oder später bietet. Werders Spieler müssen sich vorgekommen sein wie auf einer Schiffschaukel, immer hin und her. Wurde dann plötzlich das Tempo verändert, der Ball schnell auf die andere Seite verlagert, wurde es gefährlich. Arjen Robben drehte langsam den Motor auf und es schien nur eine Frage der Zeit, bis das Führungstor fallen würde. Es fiel dann auf äußerst unglückliche Weise für Werder. Mertesacker bekam den Ball aus kurzer Distanz an den Arm – Elfmeter. Jeder Feldspieler, der aus dieser Distanz den Ball absichtlich mit der Hand spielt, gehört eigentlich ins Tor. Dennoch eine vertretbare Entscheidung. Der Schiedsrichter hat nur Indizien für die Absicht des Spielers und die unnatürliche Armhaltung verbunden mit der Ruderbewegung gegen den Ball dürfte den Ausschlag gegeben haben. Wiese war wie immer in der richtigen Ecke, doch Robbens Elfmeter war zu hart und präzise.

Werder musste sich nun etwas einfallen lassen und reagierte zunächst mit einer Veränderung im Mittelfeld: Hunt und Borowski tauschten die Seiten. Sonst änderte sich wenig und so ging es in den verbleibenden Minuten bis zur Pause nur um Schadensbegrenzung. Die große Verwandlung sollte in der Pause erfolgen. Hugo Almeida kam für Hunt in die Partie und Werder stellte auf Raute um. Es kam eine offensive Werdermannschaft aus der Kabine, die Bayern sofort in die eigene Hälfte drängte und durch Almeida die große Chance zum Ausgleich hatte. Hinten spielte man nun ein riskantes 1-gegen-1, das sich schnell rächen sollte. Robben dribbelte Boenisch dermaßen Knoten in die Beine, dass dieser Schwierigkeiten gehabt haben dürfte, alleine zurück in die Kabine zu kommen. Es war dann aber ein dummes Zufallstor, das Bayern endgültig auf die Siegerstraße brachte. Eine Ecke konnte Mertesacker per Kopf nur an den Rücken von van Buyten abwehren. Von dort fiel der Ball vor Olics Füße, der aus kurzer Distanz abstaubte. Nun brauchte es schon ein kleines Offensivfeuerwerk, um zurück ins Spiel zu kommen. Werder hat es in dieser Saison oft genug geschafft, nach Rückständen (auch nach 0:2) die Partie noch einmal spannend zu machen oder sogar zu drehen. Schaaf brachte Marin für Bargfrede – beim Poker hätte man gesagt “all in”.

Leider hatte van Gaal das deutlich bessere Blatt. Werder tat sich nun schwer, vor das Tor des Gegners zu kommen. Özil hatte schon früh den Glauben verloren und Frings und Borowski hatten Probleme mit dem Spielaufbau. Und so rannte Werder in  den zweiten 45 Minuten voll ins offene Messer. Ein sauberer Konter über Ribery genügte, um das Spiel zu entscheiden. Das Tor von Schweinsteiger kurz vor Schluss tat schon nicht mehr weh. Sehr gerne verzichtet hätte ich dafür auf das hässliche Foul von Frings. Gelb-Rot war eigentlich ein Witz, vielleicht eine politische Entscheidung des Schiedsrichters, der dem schon entschiedenen Spiel den Zündstoff nehmen wollte. Überhaupt eine richtig gute Leistung von Kinhöfer.

Am Ende war das Ergebnis auch in der Höhe verdient, wenngleich das Spiel bis zum 0:3 nicht so einseitig war, wie es der Kommentator glauben machen wollte. Von Marcel Reif ist zwar bekannt, dass er sich früh auf die Seite der vermeintlich siegreichen Mannschaft schlägt und dann sogar deren Fehlpässe weltklasse findet, aber was er da gestern an orgiastischem Gestöhne fabrizierte, lässt selbst Fritz von Turn und Taxis vor Neid erblassen. Eigentlich kann man sich Kommentatorenschelte auch schenken, doch wenn ein Marcel Reif die Schlussphase des Spiels zu einem “Charaktertest für Werder” hochstilisiert, für eine Mannschaft, die in der abgelaufenen Bundesligasaison 6 (SECHS!) Mal von einem 2-Tore-Rückstand zurück kam und noch mindestens einen Punkt holte, dann bleibt mir wirklich die Spucke weg!

Das ändert aber alles nichts am völlig verdienten Pokalsieg der Bayern und einer insgesamt tollen Saison des SV Werder. Der krönende Abschluss blieb versagt, doch der eigentliche Schlusspunkt kommt erst noch. Mit einem Sieg in der Champions League Qualifikation kann sich die Mannschaft im August selbst belohnen und sich zum ersten Mal in der Geschichte des Vereins in Lostopf 1 bei der Auslung schießen.

Finalfieber: Die Schlüsselduelle 6

Gepostet am 13. May 2010 von Tobias (Meine Saison)

Nachdem der Fokus gestern auf den möglichen taktischen Formationen lag, schauen wir uns heute die direkten Duelle der Partie an. Es gibt für mich drei Schlüsselduelle, die im wesentlichen den Ausgang dieses Spiels beeinflussen werden:

Petri Pasanen vs. Arjen Robben

Die rechte Seite mit Lahm und Robben ist das Prunkstück der Bayern. Robben ist seit seiner Ankunft zu Saisonbeginn der Star bei den Bayern. Nach ein paar gesundheitlichen Problemen ist er der Mann für die entscheidenden Spielsituationen und hat mit einem grandiosen Solo für den Finaleinzug gegen Schalke gesorgt. Mit 16 Saisontoren war er als nominell rechter Mittelfeldspieler genau so erfolgreich, wie Werders Claudio Pizarro. Robbens Torgefahr geht von seinem starken linken Fuß aus. Er zieht von der Außenbahn nach innen, verwendet dabei fast immer den gleichen Trick, der erstaunlicherweise jedes Mal wieder funktioniert. Beim Torabschluss hat er aus dieser Position alle Möglichkeiten und die nötige Schusstechnik, diese auch auszuschöpfen.

Petri Pasanen ist ein erfahrener, routinierter und abgeklärter Spieler. Er hat es in seinen fünf Jahren bei Werder nicht längerfristig zum Stammspieler geschafft, kommt aufgrund seiner vielseitigen Einsetzbarkeit und Verlässlichkeit jedoch regelmäßig zu seinen Einsätzen. In der Rückrunde kam er nach Boenischs Verletzung und Abdennours Wacklern in die Startformation und spielt seit dem einen soliden Part auf der linken Seite der Viererkette. Pasanen ist kein gelernter linker Verteidiger, ist im Spiel nach vorne limitiert und hat als Rechtsfuß auch wenige Optionen beim flanken. Er ist nicht der schnellste, geht auch deshalb wenige Risiken nach vorne ein und verfügt über ein starkes Stellungsspiel.

Auf dem Papier ist Arjen Robben durch seine Technik und Schnelligkeit in diesem Duell klar überlegen. Pasanen hat jedoch einen wichtigen Vorteil: Als Rechtsfuß fällt es ihm leichter, Robben an seinen Sololäufen in die Mitte zu hindern. Er lässt sich nicht auf Spielereien ein und beschränkt sich auf das Wesentliche. Sicherlich wird Pasanen die von Robben ausgehende Gefahr nicht komplett neutralisieren können, doch wenn er einen guten Tag hat, kann er sie vielleicht so weit eindämmen, dass Robben wesentlich weniger Chancen bekommt, als im letzten Aufeinandertreffen der Mannschaften, wo Robben dem überforderten Abdennour Knoten in die Beine dribbelte.

Torsten Frings vs. Thomas Müller

Thomas Müller ist der Shooting-Star der Saison beim Rekordmeister. Er zeigt für einen so jungen Spieler eine ungewöhnliche Abgeklärtheit und nutzt den Platz zwischen Viererkette und Mittelfeld des Gegners clever aus. Er ist weder ein richtiger Stürmer, noch ein Mittelfeldspieler und so für seine Gegenspieler schwer auszurechnen. Im Gegensatz zu Werders jungen Offensivspielern bewegt sich Müller auch bei Ballbesitz des Gegners sehr gut, stellt Passwege zu und setzt die defensiven Mittelfeldspieler unter Druck. Dazu ist er ein guter Vollstrecker, der vor dem Tor die Übersicht behält. Diese außergewöhnliche Kombination hat ihn nicht nur bei den Bayern trotz starker Konkurrenz zum unumstrittenen Stammspieler gemacht, sondern auch zu einem Platz im WM-Kader von Joachim Löw verholfen.

Torsten Frings wurde von vielen schon zum alten Eisen gezählt. Nach einer insgesamt schwachen Vorsaison bekam der Bremer Kapitän seine neue Rolle als Baumann-Nachfolger immer besser in den Griff. Im Winter sortierte ihn Löw endgültig aus dem Kreis der Nationalmannschaft aus und Frings reagierte endlich mit der lange erhofften Leistungssteigerung. In der Schlussphase der Saison erreichte Frings seine Topform und zählt so wieder zu den besten defensiven Mittelfeldspielern der Liga. Mit dem starken Newcomer Bargfrede an seiner Seite prägt er den Spielaufbau seiner Mannschaft und hat auch zum sicheren und überlegten Passspiel zurückgefunden. Daneben machen ihn seine Zweikampfstärke und sein nie enden wollender Kampfgeist für das Team äußerst wertvoll.

In der Grundformation treffen Frings und Müller nicht unmittelbar aufeinander. Zwar wird Frings sicher den einen oder anderen Zweikampf mit Müller suchen, wenn dieser sich zurückfallen lässt, doch in erster Linie werden sie es wohl bei Ballbesitz des Bremer Kapitäns miteinander zu tun bekommen. Frings größte Schwäche ist das schnelle Kombinationsspiel. Er nimmt die Bälle, die von den Innenverteidigern zu ihm geleitet werden, in der Regel erst an, schaut sich um und leitet sie erst dann weiter. Wird er sofort unter Druck gesetzt, geht er schon mal ins Dribbling oder versucht, einen Freistoß herauszuholen. Darunter leidet dann Werders Aufbauspiel. Thomas Müller hat genau hier seine Stärke. Frings ist daher auf seinen Nebenmann Phillipp Bargfrede angewiesen, der ihn entlasten und so die Gefahr durch Müllers frühes Stören abmildern kann.

Mesut Özil vs. Mark Van Bommel

Mark Van Bommel gilt bei den gegnerischen Fans vor allem als unfairer Spieler, der gerne mal über die Strenge schlägt. Es lässt sich schwer abstreiten, dass seine Spielweise hart ist und die Grenzen des Fair Plays mitunter überschreitet. Dazu ist er auch sehr geschickt darin, gegnerischen Spielern zu Karten zu “verhelfen”. Es wäre jedoch sehr kurz gedacht, ihn auf diese Eigenschaften zu beschränken. Ähnlich wie Frings bei Werder ist Van Bommel ein unermüdlicher Antreiber, der nie aufgibt und seiner Mannschaft als gutes Vorbild voran geht. Mit Schweinsteiger hat er nun wieder einen spielstarken Nebenmann, der seine Mankos in der Offensive überdeckt. In Van Gaals System muss er das Spiel nicht gestalten, sondern die Bälle in erster Linie auf die Außenpositionen verteilen. In der Defensive kommen seine Stärken dagegen voll zum Vorschein. Als Ausputzer vor der Viererkette spielt er seine vielleicht beste Saison bei den Bayern und macht seinen Gegenspielern das Leben schwer.

Mesut Özil trat in der Hinrunde endgültig aus Diegos Schatten. Gemeinsam mit Marin und Hunt machte er den brasilianischen Spielmacher vergessen. Seine brillante Technik und die Fähigkeit, den entscheidenden Pass in die Spitze zu spielen, machten ihn auch zum Hoffnungsträger der Nationalmannschaft. Dazu zeigte er sich auch im Torabschluss verbessert und traf regelmäßig selbst. Im Winter folgte dann jedoch ein Leistungseinbruch, der wahlweise auf sein Privatleben, die andauernden Vertragsverhandlungen oder seine körperliche Fitness geschoben wurde. Thomas Schaaf hielt jedoch an seinem Spiegestalter fest, gönnte ihm einige frühe Auswechslungen und hat so großen Anteil daran, dass Özil nun schon seit einigen Monaten aufsteigende Form zeigt. Zum Saisonende wirkt er wieder so dominant, wie über weite Strecken der Hinrunde und könnte im Pokalfinale wieder zum entscheidenden Mann werden.

Özil lässt sich noch zu leicht die Spielfreude nehmen, wenn seine Gegenspieler ihm wenig Freiräume lassen und er kaum Ballbesitz hat. Gegen Schalke zeigte er jedoch, dass er dazugelernt hat und auch auf seine Chance warten kann, ohne das nötige Selbstvertrauen zu verlieren. Die hängenden Schultern, die seine Resignation signalisieren, sind seltener geworden. Gegen die Bayern könnte er den nächsten Schritt in diese Richtung machen. Der Defensivverbund aus Van Bommel und Schweinsteiger ist der beste der Liga und wird ihm alles abverlangen. Besonders der Niederländer wird ihn mit allen legalen und halblegalen Mitteln bearbeiten, um ihm die Lust am Fußballspielen zu nehmen. Kann Özil diesem Druck standhalten?

Selbstverständlich gibt es daneben noch weitere Duelle, die das Spiel entscheiden könnten, vor allem, wenn die oben genannten keine klaren Sieger aufweisen. Olic bereitet Mertesacker schon seit Jahren Kopfschmerzen, Pizarro und Almeida sind im Verbund nur schwer zu stoppen und dann gibt es ja auch noch Ribery, der in seinem einzigen Finale sicher groß aufspielen will. Und nicht zuletzt hätten wir dann noch das Torhüterduell: Auf der einen Seite Jogi Löws neue Nummer 3 – und auf der anderen Seite Jörg Butt…

DFB Pokal, Halbfinale: Hauptsache Berlin 0

Gepostet am 26. March 2010 von Tobias (Meine Saison)

Werder Bremen – FC Augsburg 2:0

Es ist halt doch schon ein wenig Routine, so ein Pokalfinale. Zum zehnten Mal insgesamt und zum neunten Mal in den letzten 21 Jahren steht Werder nun dort. Sechsmal hat man ihn gewonnen. Zugegeben, in diesem Jahr war es mit vier Heimspielen und den vier (zum jeweiligen Zeitpunkt) besten Zweitligisten als Gegner ungleich einfacher als im letzten Jahr. Man kann eben nicht alles haben. Trotzdem: Berlin ist Berlin und bekommt in schöner Regelmäßigkeit einen Besuch von uns abgestattet – wenn auch zukünftig nur noch einmal pro Jahr.

Von einem Heimspiel gegen einen Zweitligisten erwartet man nunmal, dass man es deutlich gewinnt. Egal, wie gut dieser momentan drauf ist. Egal, wie viele Tore deren bester Stürmer schon geschossen hat. Werder kann schließlich auf eine 22jährige Serie ungeschlagener Heimspiele im DFB-Pokal zurückblicken: Die letzte Pokalniederlage im Weserstadion gab es 1988 gegen Frankfurt.* Entsprechend ging die Mannschaft auch in dieses Spiel. Nach ein paar Minuten Abtasten übernahm Werder die Kontrolle über das Spiel und gab sie bis zum Führungstor nicht mehr her. Zwar tat sich die Mannschaft schwer, gegen die tiefstehenden Augsburger Abwehr- und Mittelfeldreihen zwingende Torchancen herauszuspielen, doch der Ball lief gut durch die eigenen Reihen und es schien nur eine Frage der Zeit, bis eine Kombination zum Erfolg führen sollte. Nach 25 Minuten war es dann so weit: Marin im Doppelpass mit Özil durch die Mitte und dann ein hauchzarter Ballstreichler am Torwart vorbei ins Netz. Ein großartiges Tor, das die Zuschauer von den Sitzen riss. Dazu die Erleichterung, endlich mal wieder in Führung zu liegen statt einem frühen Rückstand hinterherlaufen zu müssen.

Das Problem bei der Sache war nur, dass Werder letzteres inzwischen zwar sehr gut kann, mit ersterem aber so seine Probleme hat. Nach dem Führungstor bauten die Grün-Weißen den Gegner mit einigen leichtsinnigen Abspielfehlern wieder auf. Augsburg nahm das dankend an und erinnerte sich ab der 30. Minute daran, dass man selbst auch ganz passabel Fußball spielen kann. Wie gewohnt brachte das Werders Defensivabteilung in Kalamitäten. Ein verlorener Zweikampf hier, eine schlecht gestellte Abseitsfalle dort und schon steht es 1:1. Hätte es jedenfalls stehen können, wenn Thurks Ball nicht nur Torhüter Wiese, sondern auch die Torlinie überwunden hätte. Der Innenpfosten und Per Mertesacker retteten jedoch in höchster Not. Ein Warnschuss vor der Pause also. Eine Ermahnung, dem Gegner nicht zuviel anzubieten und keine unnötigen Räume in der Defensive freizugeben. Wie gewohnt verhallte sie ungehört.

Die zweite Halbzeit war aus Bremer Sicht lange Zeit ein Ärgerniss. Augsburg erspielte sich eine Handvoll guter Torgelegenheiten, war aber nie so nah am Ausgleich, wie man es als Werderfan in dieser Phase befürchtete. In den letzten 20 Minuten standen Abwehr und defensives Mittelfeld dann wieder besser sortiert und Werder gewann die Spielkontrolle zurück. Gegen einen stärkeren Gegner hätte man sich eine solche halbstündige Auszeit nicht nehmen können. Es war dann ein schnell und exakt ausgeführter Freistoß von Frings, der die Entscheidung zu Werders Gunsten einleitete. Empfänger Pizarro bewies mal wieder, dass ihm schwierige Bälle einfach besser liegen. Die Ballmitnahme war erste Sahne, der Abschluss wohl nicht ganz unhaltbar, aber ein schönes Tor, das zeigt, wie einfach Fußball sein kann, wenn der Gegner nicht ganz bei der Sache ist. Der Sieg war insgesamt verdient, wenn auch nicht sonderlich schön herausgespielt. Der Sympathiepreis geht ohnehin an die Augsburger Fans, die ihre Mannschaft vorbildlich unterstützten und für tolle Stimmung im Stadion sorgen. Am Ende sangen sie “Augsburg ist viel schöner als Berlin”. So hat jeder bekommen, was er wollte. Und wenn Augsburg so weiter spielt, stehen die Chancen gut, dass sie auch nächste Saison nicht nach Berlin müssen.**

Unser zwischenzeitlich als “magisches Dreieck” bezeichnete offensive Mittelfeld scheint mir die Rollen getauscht zu haben: Marko Marin ist in Topform, trifft, bereitet vor und kurbelt das Angriffsspiel an. Er hat Mesut Özils Rolle aus der Hinrunde übernommen. Özil selbst hat sein Formtief überwunden, spielte eine starke erste Hälfte, wirkt aber kräftemäßig nicht ganz auf der Höhe. Erinnert stark an den Marko Marin der Hinrunde. Vielleicht hilft es auch hier, den Spieler durch frühe Auswechslungen wieder heranzuführen, ohne dass er den Spielrhythmus verliert. Und Aaron Hunt? Kriselt ein wenig, wirkt aber zumindest körperlich auf der Höhe. Mit viel Einsatz, aber ohne Erfolg in den meisten seiner Aktionen. Wenn da mal nicht der Özil des letzten Winters in ihm hochkommt?***

Der Gegner im Finale heißt Bayern München und das ist auch gut so! Erstens dürfte es ein wesentlich attraktiveres Spiel werden, als gegen die destruktiven, aber nicht minder gefährlichen Schalker. Zweitens kann sich Werder so den Pokalsieg wirklich verdienen und trotz des relativ einfachen Wegs nach Berlin auf dieses Finale verweisen. Und drittens sind Spiele gegen die Bayern immer ein Highlight, in einem Pokalfinale umso mehr. Natürlich ist Werder nicht der Favorit in diesem Finale, aber ich freue mich einfach unglaublich auf das Spiel. Möge der Grünweißere gewinnen!

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* Diese Niederlage war zu verschmerzen, denn es war Werders wohl erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte: Deutscher Meister, Pokal-Halbfinale und UEFA-Cup-Halbfinale.

** Seit dem 5:1 Sieg der Berliner in Wolfsburg verstößt Hertha-Bashing nicht mehr gegen die Genfer Konvention.

*** Ein Satz, den höchstens Fritz von Thurn und Taxis noch homoerotischer formulieren könnte!

DFB-Pokal, Achtelfinale: Tänzer 2

Gepostet am 29. October 2009 von Tobias (Meine Saison)

Werder Bremen – 1. FC Kaiserslautern 3:0

Genau so schnell, wie Werder gestern den 1. FC Kaiserslautern abfertigte, versuche ich heute die Nachbetrachtung abzuhandeln. Oft wird nach Pokalspielen zwischen Mannschaften aus unterschiedlichen Ligen geschrieben, es wäre kein Klassenunterschied zu sehen gewesen. Beim Spiel gestern war ein deutlicher Klassenunterschied zu sehen zwischen dem Tabellendritten der 1. und dem Tabellenzweiten der 2. Bundesliga. Werder kontrollierte das Spiel in allen Phasen, setzte die Pfälzer von Anfang an unter Druck und wurde mit Toren belohnt. Ich will nicht behaupten, dass Lautern nicht besser spielen kann, als sie es gestern taten, doch gegen eine so lauf- und spielfreudige Werdermannschaft hatten sie keine Chance.

Es ist sehr erfreulich, dass Werder gegen die Kleinen so souverän auftritt. Man muss nicht 5:2 in München gewinnen, wenn man dafür seine Pflichtaufgaben erledigt. Das tut Werder in dieser Saison seit der noch immer sehr ärgerlichen Auftaktniederlage gegen Frankfurt konsequent und so steht unterm Strich nun die tolle Bilanz von 16 ungeschlagenen Spielen in Folge. Im Pokal wartet im nächsten Jahr das Viertelfinale und man ist nur zwei Schritte von einer weiteren Fahrt nach Berlin entfernt. Die vielbeschworene Balance zwischen Defensive und Offensive stimmt bislang einfach, wie sich auch unschwer am Torverhältnis in der Liga ablesen lässt.

Sinnbildlich für den Aufschwung in dieser Saison ist das Zusammenspiel zwischen Özil, Hunt und Marin, das auch gestern wieder hervorragend klappte. Die drei wirbeln nicht nur übers Feld, sie tanzen. Der eleganteste dabei ist sicher Mesut Özil, dessen Ballbehandlung zum mit der Zunge schnalzen ist. Er spielt momentan selten über 90 Minuten mit vollem Einsatz, gönnt sich Auszeiten, schafft es aber trotzdem fast immer dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Der Grund dafür, dass Özils schöpferische Pausen kaum ins Gewicht fallen, heiß Aaron Hunt. Es ist nicht seine starke Form, sondern die Beständigkeit, mit der er sie hält, die überrascht. Schaaf wird nicht müde zu betonen, wie gut Hunts körperliche Verfassung ist und Hunt wird nicht müde – auf dem Platz. Er treibt das Spiel aus dem Mittelfeld an und ist an vielen gefährlichen Situationen beteiligt. Der dritte im Bunde, Marko Marin, blüht langsam richtig auf. Es tut ihm gut, von der Defensivarbeit im Mittelfeld ein Stück weit entbunden zu sein und im Angriff zu spielen. Seine Laufwege sind nicht die eines Mittelstürmers, doch mit seinen Dribblings und seinem Auge für den freien Mann sorgt er trotzdem für Torgefahr.

Das fast schon beängstigende daran: Dies ist nicht das Ende einer Entwicklung, sondern erst der Anfang. Wohin das noch führen soll? In jedem Fall wieder zu einer guten B-Note. Mit etwas Verletzungsglück vielleicht auch zu mehr. Selten war träumen schöner als heute.

Live-Blog: Werder Bremen – 1.FC Kaiserslautern 1

Gepostet am 28. October 2009 von Tobias (Meine Saison)
  • 19:37 MeineSaison - 80′ Sicher, Özil hat beim Tor ca. 30 Sekunden Zeit zum flanken, aber diese Präzision ist schon Wahnsinn!
  • 19:35 AnneriekeHolz - Party-Peter für Frings…mal sehen, ob er diesmal 4Min. durchhält
  • 19:35 MeineSaison - 78′ Man könnte jetzt sagen, das Spiel sei entschieden. Ist es aber schon seit 20 Minuten. Özil u Frings gehen, Bargfrede u Niemeyer kommen.
  • 19:33 MeineSaison - 76′ Werder – Lautern 3:0, Oehrl. Gerade wollte ich schreiben: Werder hat 1 1/2 Gänge zurück geschaltet,da flankt Özil auf Oehrl. Kopfballtor
  • 19:33 AnneriekeHolz - TOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOR für Werder 3:0 durch Oehrl
  • 19:32 MeineSaison - TOOOOOOOOOOOOOORRRRRR!!!!!!
  • 19:25 MeineSaison - 69′ Es sieht nicht so aus, als würde Lautern hier noch etwas reißen. Werder spielt etwas mit dem Tempo,kommt dann u.wann gefährlich vors Tor
  • 19:19 MeineSaison - 63′ Erst Großchance Lautern, von Pasanen in der Mitte geklärt. Dann Konter Werder über Hunt. Dessen Hereingaben werden zweimal abgeblockt.
  • 19:17 MeineSaison - 60′ Wiese macht es mal spannend. Schwacher Klärungsversuch mit dem Fuß landet bei Nemec, dessen Schuss kann er jedoch problemlos fangen.
  • 19:12 MeineSaison - 56′ Pasanen mit guter Übersicht und gutem Pass in die Mitte. Oehrl verpasst Hunts Flanke in der Mitte knapp.
  • 19:08 MeineSaison - .@AndreasWuerz Laut Schaaf hat er nicht gut trainiert letzte Woche. War gegen Bochum gar nicht im Kader. Soll wohl ein Denkzettel sein.
  • 19:06 MeineSaison - 50′ Gelb für Schulz, der gegen Hunt zu spät kommt. Gute Position für Naldo. Kein schlechter Schuss, aber Sippel wehrt zur Seite ab.
  • 19:06 AndreasWuerz - Was hat eigentlich Rosenberg gemacht, dass er nich ran darf? #svwfck
  • 19:04 MeineSaison - 47′ Damit hat sich mein Torwunsch für Moreno erledigt. Verletzung des Wangenknochens. Marin mit etwas zu steilem Pass auf Özil.
  • 19:02 MeineSaison - 46′ Anpfiff 2. Halbzeit. Bitte genau so weiter, wie in Halbzeit 1! Wechsel Werder: Oehrl für Moreno Wechsel Lautern: Bileck für Mandjeck.
  • 18:52 MeineSaison - @medispolis: Nein, Arsenal-Syndrom wär blöd. Andererseits fehlen nur noch 34 Spiele zu “49 unbeaten”.
  • 18:49 MeineSaison - Moreno geht ein bisschen unter. Marin, Hunt, Özil und auch Borowski machen hinter ihm die Musik, während er sich im Sturmzentrum aufreibt. Ein Tor wäre ihm zu gönnen.
  • 18:48 MeineSaison - Richtig starke Leistung von Werder: Von der ersten Minute an das Heft in die Hand genommen, sehr ballsicher nach vorne gespielt und Lautern kaum Chancen ermöglicht.
  • 18:47 MeineSaison - @medispolis: Hm, wenn da wirklich ein Zusammenhang besteht, hoffe ich aber sehr, dass es dir in Düsseldorf gut gefällt… ;)
  • 18:46 medispolis - Jetzt darf Werder nur nicht das Arsenal-Syndrom bekommen. #svwfck
  • 18:46 MeineSaison - Halbzeit: Werder – Lautern 2:0. Leistungsgerechte Führung einer spiel- und lauffreudigen Bremer Mannschaft gegen harmlose Pfälzer.
  • 18:45 medispolis - Meine Güte, Werder gefällt mir immer besser. Seitdem ich nicht mehr in Bremen bin, spielen die umso stärker und konstanter. #svwfck
  • 18:40 AndreasWuerz - man man man, jetzt wird sogar noch Boro zum Torjäger… #svwfck
  • 18:39 MeineSaison - 39′ Werder – Lautern 2:0, Borowski. Marin und Hunt passen sich die Bälle auf links zu, Hunt flankt, Borowski köpft ihn rein.
  • 18:38 AnneriekeHolz - Boro….
  • 18:38 AnneriekeHolz - TOOOOOOOOR again
  • 18:38 MeineSaison - 39′ Werder spielt munter weiter nach vorne, ohne zu viel zu riskieren. Sieht sehr abgeklärt aus… TOOOOOOOOOORRRRRR!!!!!
  • 18:33 MeineSaison - 34′ Fritz gefällt mir gut auf Rechts. Macht mehr nach vorne als zuletzt, was auch daran liegen dürfte, dass er hinten wenig gefordert ist.
  • 18:31 MeineSaison - 31′ Zuckerpass Özil! Flach und steil auf Moreno, der sich den Ball leider noch ablaufen lässt.
  • 18:28 MeineSaison - 28′ Werder – Lautern 1:0, Pasanen. Ecke Özil, Schuss Marin missglückt und Pasanen hält den Kopf rein. Kein Abseits. Folgerichtige Führung.
  • 18:27 AnneriekeHolz - Endlich…. & verdient – durch Pasanen :o ) schön!
  • 18:27 AnneriekeHolz - TOOOOOOOOR
  • 18:27 MeineSaison - TOOOOOOOOOOOOOOOOOORRRRRR!!!!!!!!!!
  • 18:26 MeineSaison - Weltklasse von Özil! Klasse von Borowski angespielt, der TANZT durch den Strafraum und scheitert am Pfosten. Sippel rettet gegen Moreno.
  • 18:24 MeineSaison - 24′ Und da ist mal eine Großchance: Chance von Özil eingeleitet, von Hunt abgelegt und von Özil knapp am Pfosten vorbei geschlenzt. Klasse!
  • 18:22 MeineSaison - 23′ Werders Druck hat etwas abgenommen. Eine richtig gute Torchance ist bislang nicht herausgesprungen.Lautern oft in letzter Sek.dazwischen
  • 18:19 AnneriekeHolz - Kommentator auf Premiere nennt Werder harmlos ?!?
  • 18:19 MeineSaison - 20′ Es ist ein Genuss zu sehen, wie Özil und Hunt auf engstem Raum den Ball behaupten. Nun mal ein Freistoß von Marin, aber locker abgefangen
  • 18:16 MeineSaison - 16′ Ecke für den FCK. Bislang ganz wenig Entlastungsangriffe. Werder nun mit Platz zum kontern, verspielt die Chance aber.
  • 18:14 MeineSaison - 14′ Knifflige Szene in Lauterns Strafraum: Flanke von Fritz wird im Strafraum mit der Hand geblockt, aber korrekterweise kein Elfmeter.
  • 18:12 MeineSaison - 13′ Spiel geht bis auf eine Ausnahme vorhin nur in Richtung Lauterer Tor. Morenos Abschluss erneut geblockt. Lautern schwimmt.
  • 18:08 MeineSaison - 9′ Auf der Gegenseite muss Wiese zweimal zupacken. Sehr unterhaltsame Partie bislang!
  • 18:08 AnneriekeHolz - Wieses Trikotfarbe schmeichelt mal wieder extrem seinem natürlichen Teint #GibHautkrebs keineChance
  • 18:07 BastianLeferink - Laut Radio gehts ja ordentlich los im Weserstadion. Ich glaube ich such mit doch ne Kneipe #svwfck
  • 18:06 MeineSaison - 6′ Werder macht von Anfang an Druck. Hunt setzt sich auf Rechts klasse gegen Nemec durch, flankt auf Moreno, doch d. Kopfball wird geblockt
  • 18:04 AnneriekeHolz - Mit Super-DieWand-Wiese natürlich pro #Werder
  • 18:03 MeineSaison - 4′ Erster Torschuss durch Borowski, sah eher nach verunglückter Flanke aus und wird von Sippel locker abgefangen.
  • 18:03 AnneriekeHolz - Mein Tipp heute #Werder vs. Lautern DFB Pokal – Elfmeterschiessen
  • 17:59 MeineSaison - 1′ Es geht los! #svwfck
  • 17:58 MeineSaison - Kleine Überraschung am Rande: Said Husejinovic ist heute im Kader. Wurde von Schaaf in dieser Saison bislang trotz dünnem Kader nicht berücksichtigt. Letzte Rückrunde war er an Kaiserslautern ausgeliehen.
  • 17:55 MeineSaison - Gespannt bin ich vor allem auf Moreno. Viel hat man von ihm bisher nicht gesehen, seine Einsatzzeiten hielten sich in Grenzen. Vielleicht kann er heute mal ein Ausrufezeichen setzen.
  • 17:53 MeineSaison - Die Aufstellungen:
    Werder Bremen: Wiese – Fritz, Mertesacker, Naldo, Pasanen – Frings, Borowski, Hunt, Özil – Marin, Moreno
    1.FC Kaiserslautern: Sippel – Dick, Amedick , Rodnei, Bugera – Pavlovic, Mandjeck, B. Schulz, Paljic – Jendrisek, A. Nemec
  • 17:49 MeineSaison - Lautern kassierte am Wochenende gegen Düsseldorf die erste Saisonniederlage, hatte vorher einen Lauf. Chancenlos sind die Roten Teufel sicherlich nicht.
  • 17:46 MeineSaison - Trotzdem spricht vieles für die Grün-Weißen: Werder ist im DFB-Pokal zuhause seit 21 (in Worten: einundzwanzig) Jahren ungeschlagen.
  • 17:45 MeineSaison - Außerdem Pasanen und Borowski in der Startformation. Boenisch und Bargfrede bleiben für sie draußen.
  • 17:45 MeineSaison - Bei Werder fehlt Pizarro verletzt. Er wird (wie in der letzten Pokalrunde) vertreten von Marcelo Moreno. Ob Werder den Ausfall seiner “Torgarantie” kompensieren kann?
  • 17:44 MeineSaison - Olaf Thon: “Torsten Frings sollte sich auf Werder Bremen konzentrieren. Er hat über 80 Länderspiele gemacht. Nun kann er sich zurücklehnen.”
  • 17:42 MeineSaison - Mit dem Hashtag #svwfck kann man von Twitter aus mitkommentieren.
  • 17:40 MeineSaison - DFB-Pokal Achtelfinale.
    Nachdem es gestern doch ein paar überraschende Ergebnisse gab, muss Titelverteidiger Werder Bremen heute gegen den Tabellenzweiten der 2. Liga ran.
  • 17:37 MeineSaison - Moin aus Bremen!

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DFB-Pokal, 2. Runde: Meine Perle 6

Gepostet am 24. September 2009 von Tobias (Meine Saison)

Werder Bremen – FC St. Pauli 2:1

Werder steht verdient in der zweiten Runde des DFB-Pokals, siegt mit 2:1 gegen St. Pauli. So weit die Fakten. Und sonst? Mich hat dieses Spiel begeistert, teilweise vom Hocker gerissen. Vielleicht lag es noch an den Nachwirkungen des Spiels in Leverkusen, aber das Tempo kam mir ausgesprochen hoch vor. Beide Mannschaften taktierten nicht viel, oder sagen wir besser: suchten bei Ballbesitz sofort den Weg nach vorne. Bei St. Pauli kam dies in der ersten Halbzeit noch eher selten vor. In der zweiten Halbzeit ging man dann mehr Risiko ein und wurde fast dafür belohnt.

Werder wackelte einige Zeit, besonders in den Minuten nach dem 1:1, kam jedoch mit einem blauen Auge davon. Das 2:1 fiel zu einem glücklichen Zeitpunkt, war aber keinesfalls ein Glückstor. Boenisch erobert den Abpraller nach der Ecke, legt gut auf Hunt ab, der nimmt den Ball direkt und flankt ihn auf den langen Pfosten, wo Mertesacker seine Lufthoheit ausnutzt und per Kopf auf Naldo auflegt. Drei Pässe, die exakt dort landen, wo sie hin sollen. Dazu noch Marins und Rosenbergs Schüsse ans Aluminium und einige starke Offensivaktionen von Aaron Hunt. Der Sieg hätte auch deutlicher ausfallen können. Thomas Schaaf deshalb nach dem Spiel etwas angefressen. Stichwort: Klarheit in den Aktionen vor dem Tor.

Rosenbergs Comeback in der Startelf war solide. Wenn er so weitermacht, ist er (endlich!) wieder eine ernsthafte Option. Moreno hat noch Probleme sich gegen seine Gegenspieler durchzusetzen, doch er war sehr aktiv, versuchte viel, traute sich etwas zu. Viel mehr kann man momentan noch nicht erwarten, dafür fehlt dem Bolivianer einfach die Spielpraxis. Genau richtig, sie ihm in einem Pokalspiel gegen einen Zweitligisten zu gewähren.

A propos Zweitligist: St. Pauli wirkte keineswegs wie eine gewöhnliche Zweitligamannschaft. Werder musste bei den Hamburger Angriffen höllisch aufpassen. Offensiv hat St. Pauli mehr Optionen als die meisten Manschaften aus dem unteren Drittel der Bundesliga. Deshalb sollte man nicht den Fehler machen, diesen knappen Sieg als Schönheitsfehler anzusehen. Es ist eine gute Leistung, diese Mannschaft über lange Zeit so vom eigenen Tor wegzuhalten, wie Werder es tat. Hätte St. Pauli mehr aus dem Spiel herausgeholt, wäre dies schon etwas glücklich gewesen. Spielerisch war vor allem das, was aus dem Mittelfeld kam, sehr ansprechend. Hunt rechtfertigt endlich Schaafs Vertrauen und Frings nähert sich wieder seiner Bestform, machte erneut ein ganz starkes Spiel. So darf es gerne weitergehen. Mit Özil, Pizarro und Almeida sollten dann auch wieder mehr Tore herausspringen.

Live-Blog: Werder Bremen – FC St. Pauli 2

Gepostet am 23. September 2009 von Tobias (Meine Saison)



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