Internet-Tagebuch eines Werderfans

Meine Saison mit dem SVW



Damals, im Herbst 2004 1

Gepostet am 10. March 2010 von Tobias (Meine Saison)

Normalerweise stelle ich an dieser Stelle immer unsere Gegner in den europäischen Wettbewerben vor – wenn es die Zeit zulässt. Werders Gegner am Donnerstag in der Europa League hat jedoch einen sehr bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen, als er in der Champions League zweimal gegen uns antreten musste. Deshalb statt einer Vorstellrunde ein Blick zurück:

Im Herbst 2004 ist Werder Deutscher Meister und darf zum ersten Mal seit 1993/94 wieder in der Champions League antreten. Nach einer ärgerlichen Niederlage bei Inter Mailand holt Werder aus den verbleibenden fünf Gruppenspielen 13 Punkte und zieht ins Achtelfinale ein. Gegen Valencia, den Spanischen Meister und UEFA-Cup-Sieger, gelingen unseren Grün-Weißen zwei Siege, die letztendlich entscheidend für das Weiterkommen waren. Vor dem Rückspiel im Mestalla benötigt Werder lediglich ein Unentschieden. Nach einer tollen und konzentrierten Leistung hält Werder bis in die Schlussphase ein 0:0. Nelson Valdez erlöst die Fans schließlich mit zwei späten Toren. Werder feiert den Triumph ausgelassen, die Spanier schleichen mit hängenden Köpfen vom Platz. So hätte es jedenfalls laufen können.

Es kommt jedoch anders. Valencias Spieler haben sich nicht unter Kontrolle, fühlen sich von Werders Torjubel nach dem 0:1 provoziert und versuchen nicht etwa, das Spiel noch zu drehen, sondern suchen nach Vergeltung auf dem Platz. In jedem Zweikampf muss man Angst um die Gesundheit unserer Spieler haben, da es Valencia weniger um das Erobern des Balls geht als darum, den Gegner möglichst hart zu treffen. Angulo schafft es schließlich, Valdez mit voller Wucht umzutreten, ohne die geringste Chance, an den Ball zu kommen. Eines der häßlichsten Fouls, die ich je im Fußball gesehen habe. Nach der fälligen roten Karte spuckt er beim Rausgehen noch Tim Borowski an. Valdez reagiert auf die beste Weise, die es im Fußball gibt: Er schießt den Ball nach dem Freistoß zum entscheidenden 0:2 ins Tor. Danach brechen dann alle Dämme. Tim Borowski wird von einem Mob Valencianischer Spieler verfolgt, von den Rängen regnet es seit Minuten alle erdenklichen Gegenstände auf das Spielfeld. Mehrere Werderspieler kassieren Schläge und Tritte. Bei aller Freude über das Weiterkommen bin ich nach dem Spiel doch sehr entsetzt über das, was sich dort auf dem Platz abgespielt hat.

Das finanzielle Gebahren des Vereins macht ihn nicht sympathischer: Eine halbe Milliarde Euro Schulden. Trotzdem lässt man ein neues Stadion für 250 Millionen Euro bauen. Solchen Scheißvereinen gönne ich nicht das Schwarze unter den Fingernägeln! Es geht mir gegen den FC Valencia daher nicht nur um das Weiterkommen, sondern um Revanche. Ich möchte diese Mannschaft nach den Spielen gegen uns am Boden liegen sehen.* Sicherlich ist das heute eine andere Mannschaft, die über tolle Spieler verfügt, wie etwa David Villa, David Silva oder Joaquin. Auch bei uns hat sich einiges getan, nur Tim Borowksi, Petri Pasanen (der damals eine Ohrfeige kassierte) und Daniel Jensen stehen aus der damaligen Mannschaft noch im Kader. Ihnen wird es (hoffentlich) nicht in erster Linie um Revanche gehen. Sie sind Profis, müssen mit solchen Situationen anders umgehen, einen kühlen Kopf bewahren und sich nicht zu Dummheiten hinreißen lassen. Ich als Fan brauche mir darüber keine Gedanken zu machen. Ich kann mich über jeden Valencianischen Fehlpass freuen, bei jedem Foul aufspringen und eine Unsportlichkeit wittern. Wenn ich Spieler wie Vincente, Marchena oder Baraja sehe, kann ich an damals zurückdenken, mir die Szenen vor Augen führen und mich dann umso mehr über jede gelungene Aktion unseres Team freuen.

Also bitte, Özil, Marin, Pizarro und Co., zeigt diesem Möchtegern-Weltklasseverein wozu ihr fähig seid! Spielt eure Klasse aus und werft sie – wie damals – aus dem Wettbewerb!

* Wir reden hier trotzdem von Sport. Ich möchte Valencia durch fußballerische Mittel gedemütigt sehen, nicht durch Unfairness oder Gewalt!

DFB-Pokal, Achtelfinale: Tänzer 2

Gepostet am 29. October 2009 von Tobias (Meine Saison)

Werder Bremen – 1. FC Kaiserslautern 3:0

Genau so schnell, wie Werder gestern den 1. FC Kaiserslautern abfertigte, versuche ich heute die Nachbetrachtung abzuhandeln. Oft wird nach Pokalspielen zwischen Mannschaften aus unterschiedlichen Ligen geschrieben, es wäre kein Klassenunterschied zu sehen gewesen. Beim Spiel gestern war ein deutlicher Klassenunterschied zu sehen zwischen dem Tabellendritten der 1. und dem Tabellenzweiten der 2. Bundesliga. Werder kontrollierte das Spiel in allen Phasen, setzte die Pfälzer von Anfang an unter Druck und wurde mit Toren belohnt. Ich will nicht behaupten, dass Lautern nicht besser spielen kann, als sie es gestern taten, doch gegen eine so lauf- und spielfreudige Werdermannschaft hatten sie keine Chance.

Es ist sehr erfreulich, dass Werder gegen die Kleinen so souverän auftritt. Man muss nicht 5:2 in München gewinnen, wenn man dafür seine Pflichtaufgaben erledigt. Das tut Werder in dieser Saison seit der noch immer sehr ärgerlichen Auftaktniederlage gegen Frankfurt konsequent und so steht unterm Strich nun die tolle Bilanz von 16 ungeschlagenen Spielen in Folge. Im Pokal wartet im nächsten Jahr das Viertelfinale und man ist nur zwei Schritte von einer weiteren Fahrt nach Berlin entfernt. Die vielbeschworene Balance zwischen Defensive und Offensive stimmt bislang einfach, wie sich auch unschwer am Torverhältnis in der Liga ablesen lässt.

Sinnbildlich für den Aufschwung in dieser Saison ist das Zusammenspiel zwischen Özil, Hunt und Marin, das auch gestern wieder hervorragend klappte. Die drei wirbeln nicht nur übers Feld, sie tanzen. Der eleganteste dabei ist sicher Mesut Özil, dessen Ballbehandlung zum mit der Zunge schnalzen ist. Er spielt momentan selten über 90 Minuten mit vollem Einsatz, gönnt sich Auszeiten, schafft es aber trotzdem fast immer dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Der Grund dafür, dass Özils schöpferische Pausen kaum ins Gewicht fallen, heiß Aaron Hunt. Es ist nicht seine starke Form, sondern die Beständigkeit, mit der er sie hält, die überrascht. Schaaf wird nicht müde zu betonen, wie gut Hunts körperliche Verfassung ist und Hunt wird nicht müde – auf dem Platz. Er treibt das Spiel aus dem Mittelfeld an und ist an vielen gefährlichen Situationen beteiligt. Der dritte im Bunde, Marko Marin, blüht langsam richtig auf. Es tut ihm gut, von der Defensivarbeit im Mittelfeld ein Stück weit entbunden zu sein und im Angriff zu spielen. Seine Laufwege sind nicht die eines Mittelstürmers, doch mit seinen Dribblings und seinem Auge für den freien Mann sorgt er trotzdem für Torgefahr.

Das fast schon beängstigende daran: Dies ist nicht das Ende einer Entwicklung, sondern erst der Anfang. Wohin das noch führen soll? In jedem Fall wieder zu einer guten B-Note. Mit etwas Verletzungsglück vielleicht auch zu mehr. Selten war träumen schöner als heute.

Live-Blog: Werder Bremen – 1.FC Kaiserslautern 1

Gepostet am 28. October 2009 von Tobias (Meine Saison)
  • 19:37 MeineSaison - 80′ Sicher, Özil hat beim Tor ca. 30 Sekunden Zeit zum flanken, aber diese Präzision ist schon Wahnsinn!
  • 19:35 AnneriekeHolz - Party-Peter für Frings…mal sehen, ob er diesmal 4Min. durchhält
  • 19:35 MeineSaison - 78′ Man könnte jetzt sagen, das Spiel sei entschieden. Ist es aber schon seit 20 Minuten. Özil u Frings gehen, Bargfrede u Niemeyer kommen.
  • 19:33 MeineSaison - 76′ Werder – Lautern 3:0, Oehrl. Gerade wollte ich schreiben: Werder hat 1 1/2 Gänge zurück geschaltet,da flankt Özil auf Oehrl. Kopfballtor
  • 19:33 AnneriekeHolz - TOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOR für Werder 3:0 durch Oehrl
  • 19:32 MeineSaison - TOOOOOOOOOOOOOORRRRRR!!!!!!
  • 19:25 MeineSaison - 69′ Es sieht nicht so aus, als würde Lautern hier noch etwas reißen. Werder spielt etwas mit dem Tempo,kommt dann u.wann gefährlich vors Tor
  • 19:19 MeineSaison - 63′ Erst Großchance Lautern, von Pasanen in der Mitte geklärt. Dann Konter Werder über Hunt. Dessen Hereingaben werden zweimal abgeblockt.
  • 19:17 MeineSaison - 60′ Wiese macht es mal spannend. Schwacher Klärungsversuch mit dem Fuß landet bei Nemec, dessen Schuss kann er jedoch problemlos fangen.
  • 19:12 MeineSaison - 56′ Pasanen mit guter Übersicht und gutem Pass in die Mitte. Oehrl verpasst Hunts Flanke in der Mitte knapp.
  • 19:08 MeineSaison - .@AndreasWuerz Laut Schaaf hat er nicht gut trainiert letzte Woche. War gegen Bochum gar nicht im Kader. Soll wohl ein Denkzettel sein.
  • 19:06 MeineSaison - 50′ Gelb für Schulz, der gegen Hunt zu spät kommt. Gute Position für Naldo. Kein schlechter Schuss, aber Sippel wehrt zur Seite ab.
  • 19:06 AndreasWuerz - Was hat eigentlich Rosenberg gemacht, dass er nich ran darf? #svwfck
  • 19:04 MeineSaison - 47′ Damit hat sich mein Torwunsch für Moreno erledigt. Verletzung des Wangenknochens. Marin mit etwas zu steilem Pass auf Özil.
  • 19:02 MeineSaison - 46′ Anpfiff 2. Halbzeit. Bitte genau so weiter, wie in Halbzeit 1! Wechsel Werder: Oehrl für Moreno Wechsel Lautern: Bileck für Mandjeck.
  • 18:52 MeineSaison - @medispolis: Nein, Arsenal-Syndrom wär blöd. Andererseits fehlen nur noch 34 Spiele zu “49 unbeaten”.
  • 18:49 MeineSaison - Moreno geht ein bisschen unter. Marin, Hunt, Özil und auch Borowski machen hinter ihm die Musik, während er sich im Sturmzentrum aufreibt. Ein Tor wäre ihm zu gönnen.
  • 18:48 MeineSaison - Richtig starke Leistung von Werder: Von der ersten Minute an das Heft in die Hand genommen, sehr ballsicher nach vorne gespielt und Lautern kaum Chancen ermöglicht.
  • 18:47 MeineSaison - @medispolis: Hm, wenn da wirklich ein Zusammenhang besteht, hoffe ich aber sehr, dass es dir in Düsseldorf gut gefällt… ;)
  • 18:46 medispolis - Jetzt darf Werder nur nicht das Arsenal-Syndrom bekommen. #svwfck
  • 18:46 MeineSaison - Halbzeit: Werder – Lautern 2:0. Leistungsgerechte Führung einer spiel- und lauffreudigen Bremer Mannschaft gegen harmlose Pfälzer.
  • 18:45 medispolis - Meine Güte, Werder gefällt mir immer besser. Seitdem ich nicht mehr in Bremen bin, spielen die umso stärker und konstanter. #svwfck
  • 18:40 AndreasWuerz - man man man, jetzt wird sogar noch Boro zum Torjäger… #svwfck
  • 18:39 MeineSaison - 39′ Werder – Lautern 2:0, Borowski. Marin und Hunt passen sich die Bälle auf links zu, Hunt flankt, Borowski köpft ihn rein.
  • 18:38 AnneriekeHolz - Boro….
  • 18:38 AnneriekeHolz - TOOOOOOOOR again
  • 18:38 MeineSaison - 39′ Werder spielt munter weiter nach vorne, ohne zu viel zu riskieren. Sieht sehr abgeklärt aus… TOOOOOOOOOORRRRRR!!!!!
  • 18:33 MeineSaison - 34′ Fritz gefällt mir gut auf Rechts. Macht mehr nach vorne als zuletzt, was auch daran liegen dürfte, dass er hinten wenig gefordert ist.
  • 18:31 MeineSaison - 31′ Zuckerpass Özil! Flach und steil auf Moreno, der sich den Ball leider noch ablaufen lässt.
  • 18:28 MeineSaison - 28′ Werder – Lautern 1:0, Pasanen. Ecke Özil, Schuss Marin missglückt und Pasanen hält den Kopf rein. Kein Abseits. Folgerichtige Führung.
  • 18:27 AnneriekeHolz - Endlich…. & verdient – durch Pasanen :o ) schön!
  • 18:27 AnneriekeHolz - TOOOOOOOOR
  • 18:27 MeineSaison - TOOOOOOOOOOOOOOOOOORRRRRR!!!!!!!!!!
  • 18:26 MeineSaison - Weltklasse von Özil! Klasse von Borowski angespielt, der TANZT durch den Strafraum und scheitert am Pfosten. Sippel rettet gegen Moreno.
  • 18:24 MeineSaison - 24′ Und da ist mal eine Großchance: Chance von Özil eingeleitet, von Hunt abgelegt und von Özil knapp am Pfosten vorbei geschlenzt. Klasse!
  • 18:22 MeineSaison - 23′ Werders Druck hat etwas abgenommen. Eine richtig gute Torchance ist bislang nicht herausgesprungen.Lautern oft in letzter Sek.dazwischen
  • 18:19 AnneriekeHolz - Kommentator auf Premiere nennt Werder harmlos ?!?
  • 18:19 MeineSaison - 20′ Es ist ein Genuss zu sehen, wie Özil und Hunt auf engstem Raum den Ball behaupten. Nun mal ein Freistoß von Marin, aber locker abgefangen
  • 18:16 MeineSaison - 16′ Ecke für den FCK. Bislang ganz wenig Entlastungsangriffe. Werder nun mit Platz zum kontern, verspielt die Chance aber.
  • 18:14 MeineSaison - 14′ Knifflige Szene in Lauterns Strafraum: Flanke von Fritz wird im Strafraum mit der Hand geblockt, aber korrekterweise kein Elfmeter.
  • 18:12 MeineSaison - 13′ Spiel geht bis auf eine Ausnahme vorhin nur in Richtung Lauterer Tor. Morenos Abschluss erneut geblockt. Lautern schwimmt.
  • 18:08 MeineSaison - 9′ Auf der Gegenseite muss Wiese zweimal zupacken. Sehr unterhaltsame Partie bislang!
  • 18:08 AnneriekeHolz - Wieses Trikotfarbe schmeichelt mal wieder extrem seinem natürlichen Teint #GibHautkrebs keineChance
  • 18:07 BastianLeferink - Laut Radio gehts ja ordentlich los im Weserstadion. Ich glaube ich such mit doch ne Kneipe #svwfck
  • 18:06 MeineSaison - 6′ Werder macht von Anfang an Druck. Hunt setzt sich auf Rechts klasse gegen Nemec durch, flankt auf Moreno, doch d. Kopfball wird geblockt
  • 18:04 AnneriekeHolz - Mit Super-DieWand-Wiese natürlich pro #Werder
  • 18:03 MeineSaison - 4′ Erster Torschuss durch Borowski, sah eher nach verunglückter Flanke aus und wird von Sippel locker abgefangen.
  • 18:03 AnneriekeHolz - Mein Tipp heute #Werder vs. Lautern DFB Pokal – Elfmeterschiessen
  • 17:59 MeineSaison - 1′ Es geht los! #svwfck
  • 17:58 MeineSaison - Kleine Überraschung am Rande: Said Husejinovic ist heute im Kader. Wurde von Schaaf in dieser Saison bislang trotz dünnem Kader nicht berücksichtigt. Letzte Rückrunde war er an Kaiserslautern ausgeliehen.
  • 17:55 MeineSaison - Gespannt bin ich vor allem auf Moreno. Viel hat man von ihm bisher nicht gesehen, seine Einsatzzeiten hielten sich in Grenzen. Vielleicht kann er heute mal ein Ausrufezeichen setzen.
  • 17:53 MeineSaison - Die Aufstellungen:
    Werder Bremen: Wiese – Fritz, Mertesacker, Naldo, Pasanen – Frings, Borowski, Hunt, Özil – Marin, Moreno
    1.FC Kaiserslautern: Sippel – Dick, Amedick , Rodnei, Bugera – Pavlovic, Mandjeck, B. Schulz, Paljic – Jendrisek, A. Nemec
  • 17:49 MeineSaison - Lautern kassierte am Wochenende gegen Düsseldorf die erste Saisonniederlage, hatte vorher einen Lauf. Chancenlos sind die Roten Teufel sicherlich nicht.
  • 17:46 MeineSaison - Trotzdem spricht vieles für die Grün-Weißen: Werder ist im DFB-Pokal zuhause seit 21 (in Worten: einundzwanzig) Jahren ungeschlagen.
  • 17:45 MeineSaison - Außerdem Pasanen und Borowski in der Startformation. Boenisch und Bargfrede bleiben für sie draußen.
  • 17:45 MeineSaison - Bei Werder fehlt Pizarro verletzt. Er wird (wie in der letzten Pokalrunde) vertreten von Marcelo Moreno. Ob Werder den Ausfall seiner “Torgarantie” kompensieren kann?
  • 17:44 MeineSaison - Olaf Thon: “Torsten Frings sollte sich auf Werder Bremen konzentrieren. Er hat über 80 Länderspiele gemacht. Nun kann er sich zurücklehnen.”
  • 17:42 MeineSaison - Mit dem Hashtag #svwfck kann man von Twitter aus mitkommentieren.
  • 17:40 MeineSaison - DFB-Pokal Achtelfinale.
    Nachdem es gestern doch ein paar überraschende Ergebnisse gab, muss Titelverteidiger Werder Bremen heute gegen den Tabellenzweiten der 2. Liga ran.
  • 17:37 MeineSaison - Moin aus Bremen!

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UEFA-Cup Achtelfinale, Rückspiel: Feuerteufel 0

Gepostet am 20. March 2009 von Tobias (Meine Saison)

AS St. Etienne – Werder Bremen 2:2

Wenn es im Fußball lästige Pflichtaufgaben gibt, die man erfüllen muss, dann gehört dieses Spiel mit Sicherheit dazu. Werder zeichnete sich in dieser Saison bisher nicht unbedingt dadurch aus, diese lästigen Pflichtaufgaben mit voller Konzentration anzugehen. Die Motivation gegen die großen Mannschaften stimmte hingegen. Doch bei allem Respekt, den man einem Gegner im Achtelfinale des UEFA-Cups entgegen bringen muss: St. Etienne ist keine große Mannschaft.

Umso erfreulicher, dass Werder nicht gestolpert und ins Viertelfinale eingezogen ist. Durch das frühe 1:0 und das souveräne Auftreten in der Defensive nahm man den Hoffnungen der Franzosen früh den Wind aus den Segeln. Die schienen daraufhin der Ankündigung ihres Trainers Taten folgen lassen zu wollen und rumpelten dem Ausscheiden entgegen. Zur Halbzeit war das Spiel durch, was Werders Spiel nicht gut tat. Die Mannschaft hat einfach Probleme damit, ein Spiel dahinplätschern zu lassen, ohne sich selbst dabei einzuschläfern. Entweder sie legt wie am Wochenende gegen Stuttgart selbst nach oder sie gerät in Bedrängnis, wie in diesem Spiel oder auch schon im Hinspiel gegen St. Etienne. ASSE tat im zweiten Durchgang viel, um eine Blamage vor eigenem Publikum zu verhindern, hatte jedoch in beiden Spielen nicht die Qualitäten, mehr daraus zu machen.

Überschattet wurde das Spiel von Ausschreitungen einiger Werderfans. Während des Spiels wurden wiederholt Feuerwerkskörper im Bremer Fanblock abgebrannt. Das ist für Werder ärgerlich, da es eine Geldstrafe von Seiten der UEFA geben dürfte, doch an sich ist es noch kein außergewöhnlicher Vorgang. Es ist noch nicht so lange her, dass das Abbrennen von "bengalischen Feuern" im Stadion zum Fußball dazugehörte, wie die Bratwurst und das Bier. Wirklich problematisch ist jedoch, dass eine Rakete aus dem Werderblock in die benachbarte Tribüne geschossen wurde. Es wurde zum Glück niemand verletzt, doch da hört der Spaß dann wirklich auf. Drei Werderfans wurden im Rahmen des Spiels von der Polizei festgenommen.

Klaus Allofs kündigte an, die Verantwortlichen ausfindig machen und bis hin zur Schadenersatzklage zur Verantwort ziehen zu wollen. Auch Stadionverbote drohte er an. Aus Vereinssicht völlig verständlich und richtig, denn noch mehr schlechte Presse kann Werder dieser Tage nun wirklich nicht gebrauchen. Zumal die Spieler sichtlich genervt waren, wie Per Mertesacker bestätigte: "Es ist ja nicht nur gefährlich, sondern man sieht auf dem Platz auch
ganz wenig, ist schon abgelenkt dadurch. Gerade in der zweiten Hälfte
kam noch mal so eine grüne Wolke, obwohl wir mit der Viererkette direkt
davor standen."

Es macht trotzdem einen gewaltigen Unterschied, ob nun in der Kurve ein paar bengalische Feuer gezündet werden, die an sich relativ ungefährlich und in anderen Ligen völlig normal sind (und die dann in den deutschen Medien für die tolle Stimmung in ausländischen Stadien stehen, wie etwa in der "Hölle" von Istanbul), oder ob Feuerwerkskörper in eine Menschenmenge geschossen werden. Einen sehr guten Beitrag dazu habe ich heute bei altravita.com gelesen:

"Es würde mir schon reichen, wenn beobachtet werden würde, dass das
Abbrennen von Pyrotechnik im Stadion zwar illegal ist, aber für sich
genommen ein harmloses Vergehen. Wenn Bengalos auf Leute geworfen
werden, handelt es sich hingegen um eine Gewalttat von Gewalttätern,
die dafür bestraft werden müssen. Für das Werfen. Nicht für
das Halten. Wenn Bengalos in der Hand für leuchtende Stimmung in der
Kurve sorgen, ist das keine Gewalttat, sondern schlimmstenfalls eine
Ordnungswidrigkeit. Selbst Ultràs sind also erst dann Gewalttäter, wenn
sie Gewalttaten begehen."

Aus der Kategorie priceless war das Interview, das Claudio Pizarro nach dem Spiel einem verdutzten ARD-Reporter gab. Dieser fragte ihn nach seinen Problemen mit der Staatsanwaltschaft in Peru woraufhin Pizarro den Ahnungslosen gab und nach dem dritten Nachfragen schließlich zum Ausdruck brachte, was er von der Angelegenheit hält: "Ach du meinst das Ding da drüben? Da sag ich nichts zu." Der ARD hat das Interview anscheinend so gut gefallen, dass sie den fraglichen Teil einfach aus der Version in ihrer Mediathek gestrichen hat.

UEFA-Cup Achtelfinale, Rückspiel: Spielbericht 0

Gepostet am 20. March 2009 von Tobias (Meine Saison)

(Erstellt aus meinem Live-Blog bei Twitter)

Vor dem Spiel:

Noch 90 Min. bis
zum Anpfiff. Ich befürchte, dass das heute Abend eine ähnlich zähe
Nummer wird wie im Hinspiel. Mein Tipp: 1:1. Eine engagiertere
Leistung als in der 2. Halbzeit des Hinspiels erwarte ich aber schon. Werder ist
international auswärts diese Saison noch ungeschlagen.

Jetzt gilt‘s: Viertelfinale oder raus aus dem internationalen Geschäft. Gleich beginnt das Rückspiel in St. Etienne. Werder nimmt einen 1:0 Vorsprung aus dem Hinspiel mit in die Partie. Die rechnerischen Spielereien dürften bekannt sein. ASSE-Trainer
Perrin hat das Spiel gegenüber den Medien schon abgeschenkt, will
Spieler für den Abstiegskampf schonen. Nur ein Bluff?
Bei Werder ist Baumann gesperrt. Fritz, Pasanen und Jensen fehlen verletzt. Merte ist fit und Naldo darf auch wieder spielen.

Aufstellungen:

Werder: Wiese – Prödl, Mertesacker, Naldo, Boenisch – Frings, Niemeyer, Özil, Diego – Pizarro, Rosenberg

ASSE: Janot – Tavlaridis, Bayal, Benalouane – Varraul, Hautcoeur, Dernis, Matsui, Sauget – Mirallas, Gomis

Das Spiel:

1' Anpfiff

3' Frings passt nicht auf und Boenisch muss für ihn reparieren. Ruhige erste Minute ansonsten.

6' ASSE – Werder 0:1, Prödl. TOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOR! Ecke Frings von rechts. Prödl kommt mit Anlauf und wuchtet den Kopfball ins Tor. St. Etienne brennt!

9' Fast die
Antwort von St.Etienne. Dernis mit gutem Fernschuss, abgefälscht von
Naldo knapp am Tor vorbei. Dichte Rauchschwaden im Stadion.
Keine Ahnung
wieviel Feuerwerk die Werderfans mitgebracht haben, aber vielleicht wär es
für den Verein billiger, wenn Werder kein Tor mehr schießt.

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UEFA-Cup Achtelfinale, Hinspiel: Profis vs. Amateure 4

Gepostet am 14. March 2009 von Tobias (Meine Saison)

Werder – AS St. Etienne 1:0

Werder U23 – Bayern München II 0:0

Die Überschrift könnte darauf hindeuten, dass ich Werders UEFA-Cup Gegner St. Etienne als Amateurmannschaft einstufe. Auch wenn l'ASSE am Donnerstag nicht viel gezeigt hat, was sie von einer solchen abheben würde, will ich sie nicht schlechter machen, als sie waren. Man hat deutlich gesehen, warum diese Mannschaft in Frankreich ums Überleben kämpft. Allerdings kann man davon ausgehen, dass dies nicht die beste Leistung war, die das Team in dieser Saison abrufen kann, sonst hätten sie es kaum ins Achtelfinale geschafft. Der Auftritt gestern erinnerte stark an Famagusta. Verängstigt, ohne größere Offensivambitionen, lieber hinten gut stehen und bloß nicht zu früh draufgehen.

Falls die Taktik der Franzosen so ausgelegt war, kann man sie trotz der Niederlage als geglückt bezeichnen. Werder tat sich trotz ansprechendem Beginn sichtlich schwer, gute Torchancen herauszuspielen. Auch wenn die Stürmer nach dem Spiel in der Kritik stehen – sooo viele wirkliche Torchancen hatte Werder gar nicht. Dabei begann es doch verheißungsvoll. Nach Naldos frühem Führungstor erwarteten nicht wenige Zuschauer eine magische Pokalnacht, in der die Gastmannschaft mit 4-5 Toren Minimum nach Hause geschickt würde. Es kam anders. Vom Ergebnis her: Die Mannschaft hielt das 1:0, schaffte also das, was man ihr eigentlich nicht zutraut, nämlich so ein Schweinespiel einfach mal ohne Gegentor zu gewinnen. Bei allem Frust über vergebene Chancen ist ein 1:0 Heimsieg ein gutes Ergebnis im Europapokal. Vom Spiel her: Werder verkrampfte mit zunehmender Spieldauer immer mehr. Die Offensivaktionen verloren jegliche Präzision und man musste mit dem unguten Gefühl nach Hause gehen, heute eine gute Chance versäumt zu haben, das Viertelfinale schon einzutüten.

Einen Tag später trafen dann die Amateure des SV Werder – die Amateure, die im Titel angesprochen sind, die aber eigentlich längst nicht mehr Amateure heißen, sondern U23 bzw. offiziell Werder Bremen II – auf ihre Pendants aus der bayerischen Hauptstadt. Kontrastprogramm zur Europapokalnacht: Abstiegskampf in der 3. Liga. Hier trifft sich der harte Kern (wobei ich mich nicht dazu zähle, meine Besuche auf Platz 11 halten sich stark in Grenzen). Hier riecht es nach Fußballplatz, nach Rasen, Bier und Rauch. Hier kann man Hermann Gerland aus 5 Metern über die Schulter schauen und hört, wie sich seine Stimme vor Erregung überschlägt, wenn die Mannschaft die Formation nicht einhält. Hier bekommt man ein Gefühl für die Geschwindigkeit des Spiels, das im Fernsehen und in den großen Stadien oft verloren geht.

Das Spiel war keine Augenweide. Die Bayern verstanden sich vorzüglich auf die passive Spielkontrolle: Sie ließen Werder weitestgehend den Ballbesitz und machten ihnen durch gute Defensivarbeit das Leben schwer. Werder spielte mit viel Einsatz und Willen, doch kam nur selten zu guten Tormöglichkeiten. Ikeng und der zur Halbzeit eingewechselte Kruse waren für mich die herausragenden Spieler bei unseren Amas. Den möglichen Sieg vergab Werder in den wenigen Situationen, als die Bayernabwehr nicht dichthielt. Doch dann scheiterte man am Pfosten, am starken Torwart (der sich nach dem Spiel als Jörg Butt zu erkennen gab) und an den eigenen Nerven. Die Bayern hatten im ganzen Spiel nur eine gute Chance. So bringt man jungen Spielern früh bei, auf 0:0 zu spielen.

Insgesamt hat es mir gestern auf Platz 11 wesentlich besser gefallen, als am Donnerstag im Weserstadion, wo man das Gefühl hatte, dass für viele Fans ein mageres 1:0 gegen Frankreichs Rekordmeister schlicht unterhalb des eigenen Niveaus lag. Lediglich die Treuen in der Ostkurve versuchten immer wieder, die Stimmung im Stadion zu verbessern. Das Spiel taugte dazu in der zweiten Halbzeit wahrlich nicht mehr. Doch bei allem Verständnis für Ärger und Enttäuschung verstehe ich die zahlreichen Pfiffe während des Spiels nicht. Zwei Tore mehr und die selben Zuschauer hätten zur Welle angesetzt…

Aber vielleicht bin ich auch etwas überempfindlich. Ich fühle mich außerhalb der Ostkurve im Stadion einfach nicht mehr richtig wohl. Und in der Ostkurve bekomme ich viel zu wenig vom Spiel mit. So bin ich wohl endgültig zur Couch Potato vor dem eigenen Fernseher mutiert, womit sich jegliche Kritik an den Fans im Stadion von selbst verbietet. Außer an dem Pärchen, das 10 Minuten vor der Pause wegging, um Bratwurst zu holen, dann rechtzeitig zur Pause wieder zurück war, in der 65. Minute nochmal Bratwurst holte, um sich dann nach 85 Minuten endgültig zu verabschieden. Dann lieber Platz 11, da schmeckt die Bratwurst auch besser.

Darf ich vorstellen: AS St. Etienne 0

Gepostet am 12. March 2009 von Tobias (Meine Saison)

Die französische Liga genießt nicht den besten Ruf in Deutschland. Obwohl Deutschland in den letzten Jahren eine ganz Zeit lang in der 5-Jahres-Wertung hinter den Franzosen stand, wird allenfalls Olympique Lyon als wirklich starker Gegner angesehen (was auch mit zwei Spielen in der Champions League vor 4 Jahren zusammenhängen dürfte, auf die ich hier nicht weiter eingehen will).

So wird auch der französische Rekordmeister AS St. Etienne eher als Fallobst auf dem Weg ins UEFA-Cup Viertelfinale angesehen, denn als ernst zu nehmende Hürde. Das könnte zudem mit der aktuellen Tabellensituation zu tun haben: "Les Verts" ("die Grünen", für die Frankophoben unter euch) sind 17. in der Ligue 1, mit gerade einmal 3 Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Erst 26 Tore hat die Mannschaft in 27 Spielen geschossen, was auch an der Torflaute von Mittelstürmer Gomis liegt, der letzte Saison noch 16 mal erfolgreich war (in dieser Saison nur 6 mal).

Im UEFA-Cup sieht die Sache jedoch völlig anders aus (wo neben den grün-weißen Vereinsfarben die wohl größte Parallele zu Werder zu sehen ist). Hier ist St. Etienne noch ohne Niederlage, holte in der Gruppe G vor Valencia den Gruppensieg und zog mit zwei Siegen über Olympiakos Piräus ins Achtelfinale ein. Die besten drei Torschützen (Gomis, Ilan und Payet) haben in der Liga zusammen nur 14 mal geknipst – im UEFA-Cup (8 Spiele) schon 12 mal.

Die großen Zeiten des Vereins sind schon lange vorbei. Namen wie Michel Platini, Roger Milla, der spätere Weltmeistercoach Aimé Jaquet, Laurent Blanc und Willy Sagnol zeugen von einer goldenen Vergangenheit. Zehnmal war St. Etienne französischer Meister. 1976 scheiterte man im Finale des Europapokals der Landesmeister an Bayern München. 1983 kam der Abstieg in die zweite Liga und das Ende einer Ära. Heute gehört St. Etienne zum erweiterten Umfeld der Kandidaten fürs internationale Geschäft, kann jedoch den Spitzenmannschaften aus Lyon, Bordeaux und Marseille nicht das Wasser reichen.

l'ASSE gilt in der torarmen Ligue 1 als offensivstarke Mannschaft, die versucht das Spiel selbst in die Hand zu nehmen. Trainer Alain Perrin lernte sein Handwerk bei AS Nancy unter einem wahren Meister des Offensivspiels: Arsène Wenger. Die derzeitige Torflaute hat St. Etienne jedoch vorsichtiger werden lassen. Gerade auswärts gegen starke Gegner steht die Mannschaft sehr tief. Von einem mitspielenden Gegner sollte man heute Abend also nicht unbedingt ausgehen. Die Schwäche bei gegnerischen Standards dürfte Werder entgegen kommen (wobei das ja durchaus auch eine Schwäche unserer Mannschaft ist).

Sollte Werder wie schon gegen Milan wieder die Lufthoheit haben, ist St. Etienne definitiv zu knacken. Gibt man den Franzosen im Mittelfeld zu viel Platz und lässt sie ihr Angriffsspiel aufziehen, könnten es heute Abend 90 sehr unangenehme Minuten werden.

Das Leben der Anderen (3): CL Achtelfinalhinspiele 0

Gepostet am 26. February 2009 von Tobias (Meine Saison)

Werder spielt erst Donnerstag im UEFA-Cup beim AC Milan. Das Spiel wird wie erwartet nicht im deutschen Fernsehen übertragen und auch nicht bei Werder.TV. Man muss also entweder auf Live-Streams hoffen oder mit der neunzig minütigen Liveübertragung im Radio vorlieb nehmen. Grund genug, sich mal auf den anderen Plätzen Europas umzuschauen. Die Champions League geht in die nächste Runde:

FC Arsenal – AS Rom 1:0

In der ersten Halbzeit war es ein Spiel, wie man es erwarten konnte: Arsenal mit viel Offensivkraft, viel Ballbesitz (so um die 65%) und auch durchaus mit guten Torchancen. Leider kamen auch die Schwächen im Torabschluss wieder zum Vorschein. Es gab Zeiten, da hätten die Gunners wesentlich mehr aus solchen Chancen gemacht. Das Spiel war typisch für Arsenal auf technisch hohem Niveau, aber auch sehr umständlich. Hätte Mexes kurz vor der Halbzeit nicht Robin Van Persie im Strafraum von den Beinen geholt, bin ich mir nicht sicher, ob die Londoner überhaupt ein Tor geschossen hätten. Der Niederländer verwandelte den Strafstoß selbst und sorgte für die verdiente Pausenführung. Rom war bis dahin nur sporadisch vor dem Arsenal Tor aufgetaucht, war dann aber immer gefährlich und hatte einige gute Chancen.

In Halbzeit zwei investierten die Römer mehr in das Spiel und verlagerten es etwas aus ihrer Hälfte heraus. Arsenal versuchte sich nun mehr an schnellen Gegenstößen, konnte aber aus den sich bietenden Chancen wieder nichts machen (Eboué! Bendtner). Rom hatte Probleme, das eigene Angriffsspiel aufzuziehen, verlor die Bälle spätestens 30 Meter vor dem Tor. So plätscherte das Spiel dann bis zum Abpfiff vor sich hin, vermutlich auch, weil beide Mannschaften mit dem Ergebnis leben können: Arsenal hat einen Vorsprung herausgeholt und kein Gegentor kassiert, Rom wird sich darüber freuen, dass man nur mit einem Tor unterschied verloren und so durchaus noch Chancen aufs Weiterkommen hat.

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DFB-Pokal Achtelfinale: Teamgeist Reloaded 0

Gepostet am 29. January 2009 von Tobias (Meine Saison)

Borussia Dortmund – Werder Bremen 1:2

Wenn es jemals ein wichtiges Auftaktspiel zu Rückrundenbeginn gab, dann dieses. Mit einem Sieg könnte Werder für Aufbruchstimmung sorgen, die Quärelen der letzten Wochen und Monate erst mal beiseite schieben, auf dem Platz wieder zu einer Einheit werden. Kurz: Den Grundstein zu einer erfolgreicheren Rückrunde legen. Bei einer Niederlage würde es Häme in der Presse, Wut bei den Fans und vermutlich weitere Reibereien (aus dem Franz.: Ribery) in der Mannschaft geben.

Die Vorzeichen standen nicht gut. Werder hatte eine von den Ergebnissen her schwache Vorbereitung gespielt. Die Mannschaft schien noch nicht bereit für größere Aufgaben – wozu man ein Auswärtsspiel beim BVB dieser Tage zählen muss. Einen Tag vor dem Spiel kamen noch mehr Irritationen auf: Trotz der Ausleihgeschäfte mit Boubacar Sanogo und Said Husejinovic und Martin Harniks erneuter Verletzung soll kein neuer Angreifer verpflichtet werden. Damit hat Werder mit Pizarro, Almeida und Rosenberg bis auf weiteres nur drei Stürmer im Kader.

Dazu kommt Werders (mal wieder) nicht enden wollende Verletzungsmisere: Vander, Naldo, Prödl, Jensen, Hunt und Harnik fielen aus. Kapitän Baumann und Rosenberg saßen grippegeschwächt nur auf der Bank.

Eine Halbzeit lang schien es zu kommen, wie es kommen musste. Werder war in den entscheidenden Aktionen zu inkonsequent, ließ sich von der Spielweise des Gegners und der konfusen Spielführung des Schiedsrichters völlig aus dem Konzept bringen, hatte dazu noch Pech bei zwei nicht geahndeten, elfmeterwürdigen Situationen. In der Hinrunde hätte Werder solch ein Spiel auswärts nie im Leben gedreht. Zweifel und Skepsis waren also angebracht.

Doch Werder war an diesem Abend eine echte Mannschaft. Statt sich mit hängenden Köpfen in ihre Schicksal zu fügen, hielt sie weiter dagegen und drehte das Spiel. Kämpferisch trug jeder einzelne seinen Teil dazu bei. Frings war lauf- und zweikampffreudig wie lange nicht, Mertesacker machte in der Innenverteidigung ein Riesenspiel und Wiese hielt Werder in den entscheidenden Momenten im Spiel als Zidan mehrere Male frei durch war. 71% Ballbesitz, 63,5% gewonnene Zweikämpfe, 27:16 Torschüsse, 27:15 Flanken – Werder war eindeutig die dominierende Mannschaft. Dortmund führte nur in der Foulstatistik mit 28:11.

Zwei Spieler muss ich besonders herausheben: Diego ließ sich in der ersten Halbzeit noch viel zu oft auf Scharmützel mit Tinga & Co. ein, hielt die Bälle zu lange, um Fouls zu ziehen. Doch anders als zuletzt behielt er die Nerven, konzentrierte sich auf seine Stärken und konnte sich so in Halbzeit 2 deutlich steigern. Gegen Ende des Spiels war er der überragende Mann auf dem Platz. Der zweite Spieler ist Claudio Pizarro. Er hatte wirklich nicht viel zu lachen, doch er kämpfte bis zum Umfallen. Obwohl seine Aktionen selten von Erfolg gekrönt waren – meist hatte der bärenstarke Santana im letzten Moment noch ein Bein dazwischen – steckte er nicht auf. Am Ende belohnte er sich mit dem Siegtor selbst für seine Arbeit.

Natürlich ist nun noch nicht viel gewonnen. Die Mannschaft wird in den kommenden Wochen die Leistung bestätigen müssen. Sie hat sich jedoch ein Stück weit befreit und einen guten Grundstein für eine bessere Rückrunde gelegt.

Jetzt liegt es an ihr, mehr daraus zu machen!

DFB-Pokal Achtelfinale: Spielbericht 0

Gepostet am 29. January 2009 von Tobias (Meine Saison)

Vor dem Anpfiff:

So, halbe Stunde noch bis zum Anpfiff. Das Leben hat endlich wieder einen Sinn. Ist so ungewohnt, dass auf Premiere Sport wieder was anderes als Wiederholungen von Bayerns CL-Sieg 2001 läuft. Zur Einstummung noch mal das vielleicht schönste Tor in Werders DFB-Pokalgeschichte: http://bit.ly/9QdX.

Hm, welches Trikot zieh ich an? Diego mit bwin oder Frings mit citibank? Fragen über Fragen… Feuerwerk in Dortmund schon vor dem Spiel.
Der Verein wird 100. Wie niedlich. Es kommentiert natürlich der Fritz,
wer auch sonst.

Aufstellungen:

Werder: Wiese-Fritz,Merte,Pasanen,Tosic-Frings,Tziolis,Özil,Diego-Pizza,Hugo

Dortmund: Weidenfeller-Schmelzer,Santana,Subotic,Lee-Tinga,Boateng,Kringe,Hajnal-Frei,Zidan

Das Spiel:

1' Schiri ist Manuel Gräfe, Werder hat Anstoß und es geht los.

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