Internet-Tagebuch eines Werderfans

Meine Saison mit dem SVW



DFB-Pokal, 2. Runde: Meine Perle 5

Gepostet am 24. September 2009 von Tobias (Meine Saison)

Werder Bremen – FC St. Pauli 2:1

Werder steht verdient in der zweiten Runde des DFB-Pokals, siegt mit 2:1 gegen St. Pauli. So weit die Fakten. Und sonst? Mich hat dieses Spiel begeistert, teilweise vom Hocker gerissen. Vielleicht lag es noch an den Nachwirkungen des Spiels in Leverkusen, aber das Tempo kam mir ausgesprochen hoch vor. Beide Mannschaften taktierten nicht viel, oder sagen wir besser: suchten bei Ballbesitz sofort den Weg nach vorne. Bei St. Pauli kam dies in der ersten Halbzeit noch eher selten vor. In der zweiten Halbzeit ging man dann mehr Risiko ein und wurde fast dafür belohnt.

Werder wackelte einige Zeit, besonders in den Minuten nach dem 1:1, kam jedoch mit einem blauen Auge davon. Das 2:1 fiel zu einem glücklichen Zeitpunkt, war aber keinesfalls ein Glückstor. Boenisch erobert den Abpraller nach der Ecke, legt gut auf Hunt ab, der nimmt den Ball direkt und flankt ihn auf den langen Pfosten, wo Mertesacker seine Lufthoheit ausnutzt und per Kopf auf Naldo auflegt. Drei Pässe, die exakt dort landen, wo sie hin sollen. Dazu noch Marins und Rosenbergs Schüsse ans Aluminium und einige starke Offensivaktionen von Aaron Hunt. Der Sieg hätte auch deutlicher ausfallen können. Thomas Schaaf deshalb nach dem Spiel etwas angefressen. Stichwort: Klarheit in den Aktionen vor dem Tor.

Rosenbergs Comeback in der Startelf war solide. Wenn er so weitermacht, ist er (endlich!) wieder eine ernsthafte Option. Moreno hat noch Probleme sich gegen seine Gegenspieler durchzusetzen, doch er war sehr aktiv, versuchte viel, traute sich etwas zu. Viel mehr kann man momentan noch nicht erwarten, dafür fehlt dem Bolivianer einfach die Spielpraxis. Genau richtig, sie ihm in einem Pokalspiel gegen einen Zweitligisten zu gewähren.

A propos Zweitligist: St. Pauli wirkte keineswegs wie eine gewöhnliche Zweitligamannschaft. Werder musste bei den Hamburger Angriffen höllisch aufpassen. Offensiv hat St. Pauli mehr Optionen als die meisten Manschaften aus dem unteren Drittel der Bundesliga. Deshalb sollte man nicht den Fehler machen, diesen knappen Sieg als Schönheitsfehler anzusehen. Es ist eine gute Leistung, diese Mannschaft über lange Zeit so vom eigenen Tor wegzuhalten, wie Werder es tat. Hätte St. Pauli mehr aus dem Spiel herausgeholt, wäre dies schon etwas glücklich gewesen. Spielerisch war vor allem das, was aus dem Mittelfeld kam, sehr ansprechend. Hunt rechtfertigt endlich Schaafs Vertrauen und Frings nähert sich wieder seiner Bestform, machte erneut ein ganz starkes Spiel. So darf es gerne weitergehen. Mit Özil, Pizarro und Almeida sollten dann auch wieder mehr Tore herausspringen.

Live-Blog: Werder Bremen – FC St. Pauli 2

Gepostet am 23. September 2009 von Tobias (Meine Saison)



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